Kategorie-Archiv: Unterwegs

Deutschsprachiges Ländertreffen der AA

Koblenz war sozusagen ausgebucht, bis auf wenige extrem teure Hotelzimmer. Also haben wir uns zu sieben Freunden aus unserer Gruppe zwei kleine Wohnungen angemietet. Hoch oben im Ferienpark Oberlahnstein, ein Hochhaus, und dort die achte Etage. Für mich war es ein Wagnis, als ein nach eigener Einschätzung ein wenig eigenbrötlerischer Höhlenbewohner, das dichte zusammenleben mit drei anderen Menschen, die mir zwar über viele Jahre schon vertraut sind – seine ganz persönlichen Eigenheiten kennt man ja doch nur andeutungsweise. Wie sich herausstellte, ging mir das nicht allein so, aber am Ende waren wir uns einig, gerne noch einmal in dieser Konstellation zu verreisen, sollte sich die Gelegenheit bieten.

Die Tage waren gefüllt mit zeitigem aufstehen und bewegenden Meeting-Besuchen. Dazwischen haben wir uns genügend Zeit genommen, das Gehörte setzen zu lassen und auch ein wenig von Koblenz zu sehen. Das muss trotz des großen und sehr interessanten Angebotes an themenbezogenen Meetings sein, weil sonst die vielen Eindrücke einfach nicht mehr verarbeitet werden können. Es war bewegend – bis zu diesem unbeschreiblichen Gefühl beim Abschlussmeeting, gemeinsam mit gut 3000 Menschen das Gelassenheitsgebet  zu sprechen.

So ein verlängertes Wochenende gibt mir schon neuen Anschub für meine Gruppenbesuche und auch für die freiwilligen, kleinen Dienste dort. In den Gruppen finde ich meine Basis, die Trocken- bzw. Nüchternheit, ohne die ich vermutlich nicht mehr leben würde und falls doch, nicht die geringste Chance hätte, irgend etwas verändern zu dürfen, mit mir. Zumindest nicht zum Guten hin.

Hier noch ein paar Bilder von gestern Morgen, aufgenommen innerhalb vielleicht einer Stunde. Man kann dort oben nicht nur kommende Wetterwechsel sehr schön sehen, man ist sozusagen schnell auch Teil davon – manchmal mitten in einer Wolke.

Noch keine halb sechs Uhr in der Frühe.

rps20180513_095627

Dann so im Viertelstunden-Takt …

rps20180513_095647

Der Regen kommt …

rps20180513_095705 (1)

rps20180513_095724

… und die Wolken …

 rps20180513_095741

… um kurz darauf wieder den Blick freizugeben.

rps20180513_095758

Ach ja – meine Büchse mit ausgezeichnetem grünen Tee habe ich leider vergessen. Bleibt zu wünschen, dass die jemand findet, der solcherart auch zu schätzen weiß :)

*

Kleine Runde am Sonntag

Neue Wanderstiefel wollen eingelaufen werden und halten mich derzeit ein wenig vom Fahrrad fahren ab. Was aber auch gut ist, Hauptsache Bewegung, Licht, Luft, und ein wenig Sonne, so wie heute Nachmittag. Mein Weg führt mich vom Berg herunter an die Wupper, dann über den Arrenberg auf die Königshöhe.

Ich nehme den Weg über die alte Kriegsgräberanlage Königshöhe, ein abgelegener und etwas unheimlicher Ort, der uns daran erinnern soll, wohin Kriege führen, damals wie heute. Hier liegen ihre Überreste, die der jungen Männer aus dem ersten Weltkrieg sowie der Opfer der Unruhen in den Jahren danach. Es ist immer noch frostig, der Winter scheint sich daran zu erinnern, wenigstens noch ein verspätetes Gastspiel zu geben.

rps20180318_172928

rps20180318_172955

rps20180318_173025 rps20180318_173054

rps20180318_173126

Weiter geht es durch den kahlen Winterwald zum Von-der Heydt-Turm. Auch er hat einen morbiden Charme, gerade jetzt, ohne das sonst so belebende Grün rundherum. Ein düsterer Geselle, der nun durch die kahlen Zweige hindurch schon von weiter weg zu sehen ist.

rps20180318_173149

rps20180318_173208 rps20180318_173229

rps20180318_173250

rps20180318_173313 rps20180318_173330

Leider ist er schon seit langen Jahren nicht mehr der Öffentlichkeit zugänglich, es fehlt, wie überall, an den entsprechenden Mitteln. Dennoch bietet er Bilder, die die Phantasie anregen, wie so viele Orte hier in den dunklen Wupperbergen. Ich mag diese Gegend mit ihrer Mystik, mit den Spuren ihrer langen Geschichte, wie sie hier überall anzutreffen sind.

Mit Blick auf die scheinbar so weit entfernt liegende Stadt gehe ich weiter durch den Wald, wieder herunter zum Fluss. Ein guter Tag mit Bewegung und Ruhe geht zu Ende.

rps20180318_173353

rps20180318_173412_SW

*

Lose Tage

Der letzte Freitag hat seinem Namen mal alle Ehre gemacht, er war für mich arbeitsfrei. Das passt gut mit dem gegenwärtigen Wetter zusammen, kann ich doch einiges mit dem Rad erledigen. Nachdem die Liebste gestern am Bahnhof verabschiedet wurde, widmete ich mich den Dingen, die sonst eher Samstags dran sind. Einkäufe, Haushalt, sowie einige Erledigungen, die schon länger auf mich warteten.

So weit, so gut. Habe ich auf diese Weise ein entspanntes Wochenende hier daheim, mit zwei sehr schläfrigen Katern, mit denen lässt sich gut leben. Männerwirtschaft sozusagen. Der Laserpointer hat neue Batterien, Punkte jagen geht also wieder. Das muss sein, damit die beiden nicht in ihrer Traurigkeit versinken, in Abwesenheit ihres Lieblings-Menschen.

So ganz nebenbei habe auch ich einiges zu lachen, wenn die beiden durch die Bude schranzen. Das lenkt  mich von manchen trüben Gedanken ab, die nichts mit meinem derzeitigen Strohwitwer-Dasein zu tun haben. Das geht in Ordnung, weiß ich doch um ihre Beweggründe und auch dafür liebe ich sie. Früher – ja früher, da gab es immer irgendwelche äußeren Dramen, die manche Zustände  rechtfertigten. Die üblichen Leiden eines frisch Geschiedenen – Beziehungsdramen, Unterhaltskrimis, und so weiter. Nichts davon ist geblieben, mein Leben verläuft zumindest privat in geordneten Bahnen, so sagt man. Beruflich ist es nicht ganz so entspannt, aber mir wäre vermutlich recht fad, wenn alles rund laufen würde.

Geblieben ist neben manchen unruhigen, arg bebilderten Nächten dieses Gefühl von Traurigkeit und Verlassenheit, das schon immer zu mir gehörte, das mal mehr, mal weniger deutlich zu spüren ist. Der schwarze Vogel auf meiner Schulter, wir sind mittlerweile nicht gerade Freunde geworden, aber man arrangiert sich. Ich lasse ihm seinen Raum, aber Futter bekommt er nicht mehr.

Aktivitäten aller Art mag er nicht, der schwarze Vogel. Dann ist er still und lässt mich machen. Empörung schätzt er ebenso nicht, mit Adrenalin hat er es nicht so. Fatal wäre es aber, mich darum ständig empören zu wollen, das liegt mir fern, weil ungesund, lässt sich nur leider nicht immer vermeiden. Das hat in letzter Zeit viel mit der Kälte da draußen zu tun, und damit meine ich nicht die augenblicklichen frostigen Temperaturen. Sondern eher die Kälte mancher Zeitgenossen, die, selbst nicht gerade vom Schicksal gesegnet, den Menschen, denen es noch schlechter geht, nicht das schwarze unter dem Nagel gönnen. Dann wird es Zeit, den Fokus zu ändern. Nicht, dass ich mir die Welt dann schön denke, sondern ich schaue auf die Hoffnung in der Gestalt eben anderer Mitmenschen, auf manche Schönheit, die überall zu finden ist.

Dem förderlich ist das sonnige, wenn auch eiskalte Winterwetter derzeit. Angezogen wie eine Zwiebel setze ich mich auf`s Rad. Licht, Luft und Sonne sind die besten Mittel der Wahl, den schwarzen Vogel zu lüften. So geschehen auch gerade eben wieder, nach einem kurzen Abstecher in die Stadt mache ich mich auf dem Weg in Richtung Nordbahntrasse, die letzten Sonnenstrahlen einfangen. Als langjähriger Nutzer dieser unserer innerstädtischen Piste kenne ich die Ecken, wo es sich besonders lohnt zu verweilen, am frühen Morgen ebenso wie am späteren Abend.

So stehe ich auf der ehemaligen Deponie im Westen der Stadt, lasse mich vom eisigen Wind streicheln und staune. Ein Aufstieg, der sich lohnt …

20180224_174019

20180224_174839

*

 

 

 

Oh, die Ehre!

Wenn ich mit dem Rad unterwegs bin, habe ich es recht komfortabel, was die Unterbringung des Rades angeht. Da gibt es ein altes Ladenlokal, welches ich mit nutzen darf, zu ebener Erde. Wobei eben hier im Tal der Wupper relativ ist, aber eine schiefe Ebene ist eben auch eine Ebene. Da der Berg hier vor der Türe in etwa 15% Steigung hat, muss das Rad, steht es einmal draußen, gesichert werden, damit es sich nicht selbstständig machen kann. Der bordeigene Seitenständer ist da wenig hilfreich, also nutze ich dafür ein Fallrohr der Dachrinne nebenan, was bei einer gewissen Schrägstellung des Rades recht gute Dienste leistet. Leider steht das Rad dann ein wenig quer zum sowieso schmalen Fußweg, was gelegentlich für Unmut bei den Passanten sorgt, die natürlich gerade in den paar Sekunden da lang müssen.

Manchmal sorgt dieser kleine Moment aber auch für interessante Begegnungen mit den Nachbarn. So geschehen dieser Tage in besonderer Weise. Wieder steht mein Rad dort leicht versetzt zur Häuserwand, kommt eine kleine, bunte Frau des Weges, auf dem Arm einen Karton mit frischen Einkäufen. So`ne typische Bergbewohnerin hier eben. Ich nicke ihr freundlich zu und wundere mich, dass sie grinsend stehen bleibt.

Dachte erst, du wärst der Frank, meint sie. Aber dann denke ich, der Frank würde niemals so lahm den Berg hoch fahren. Da habe ich mir gedacht, ich schaue mal, wie alt der Fahrer ist, der hier so hoch kriecht.. So tönt es, fein gewürzt mit einem frechen Grinsen im Gesicht.

Was für eine freche Pute, denkt es in mir leicht empört, während ich meinen Schlauchschal vom Gesicht pelle und mich zu erkennen gebe. Wie spricht die eigentlich mit mir, dem Bruder von Eddy Merckx. Der leider momentan ein wenig aus der Form ist, derweil der neulich erworbene Bobby-Car des Morgens sehr verlockend scheint, gerade um diese Jahreszeit bei Schneeregen und ähnlichen Unbillen. So grinse ich frech zurück und meine, dass es vor, sagen wir mal 20 Jahren durchaus ein wenig schneller gegangen wäre und dass ich jedenfalls noch hier hoch fahre und mein Zeug nicht tragen muss, mit einem süffisanten Blick auf das Gelumpe in ihrem Pappkarton.

Jaja, meint sie,immer noch grinsend, sie würde ja nun auch bald 50 und wäre schon lange nicht mehr hier hoch gefahren. Dann schweig doch lieber still, Weib, oder bedenke wenigstens deiner Worte, grollt das immer noch leicht angepisste Ego weiter hinten im Kopf, während wir uns lachend einen guten Tag wünschen.

Wird so langsam Zeit für das kommende Frühjahr, glaube ich. Um wieder in Form zu kommen, nicht für alle freche Puten dieser Welt, mehr so für mich…und für mein Ego.

2015-10-03 08.45.14aaa

*

Angekommen

Der Navi sagt, wir sind da und ich schaue mich um, wo denn zu parken wäre, die übliche Orientierung halt. Es regnet in Strömen und Kies knirscht unten den Rädern, ich fahre auf einem kleinen Parkplatz. Ein groß gewachsener Kerl kommt uns entgegen und hält mich schon von weitem fest im Blick.

Kenne ich, denkt es in mir, bist schließlich auf`m Dorf. Dörfler ticken anders als Städter, beim Anblick von Fremden. Im bergischen Land, also mehr weiter draußen hinter den dunklen Wupperbergen auf den einsamen Bergrücken, da kann es einem Fremden durchaus passieren, dass erst einmal eine Ladung Schrot losgeht und dann nach des Besuchers Begehr gefragt wird. Gerade nach Einbruch der Dunkelheit, wobei allerdings auch das Tageslich keine Gewähr für Unversehrtheit ist.

Bevor meine Phantasie endgültig mit mir durchgeht, beende ich die mittelalterlichen Schlachten in meinem Kopf, kurbele die Scheibe herunter und gehe gesittet in den Dialog. Ob er mir helfen könne, fragt er mit dunkler, gestrenger Stimme. Ja, sage ich, ich suche den Eingang zu der Kneipe hier. Immer noch fest im Blickkontakt tönt es mir entgegen: Lassen Sie den Wagen hier stehen und folgen Sie mir, der Eingang ist um die Ecke, aber es gibt wegen dem Regen heute eine Abkürzung. Ich bin im übrigen ihr Pensionswirt. Mit Betonung auf Pension.

„Landcafe“ stand irgendwo auf einem Schild, die Liebste hat die Unterkunft klar gemacht. Der gestrenge Pensionswirt entpuppt sich als recht umgänglich, das Bergische lässt grüßen, denkt es wieder irgendwo weiter hinten im Kopf. Wir lassen uns einweisen in die Lokalität und der nicht mehr ganz so Gestrenge zeigt uns den Aufenthaltsraum. Hier, sagt er und zeigt auf ein Kühlfach hinter dem Tresen, weil Sie gerade von Kneipe sprachen – da sind Getränke, wenn Sie des Abends Durst bekommen, bedienen Sie sich und schreiben alles auf dem Block da. Brauche ich nicht wegen jedem Bier extra hier rüber kommen.

Wenn der wüsste, denke ich. Weiß er aber nicht, er muss auch nicht wissen, dass ich wegen meiner Vergesslichkeit, das Aufhören betreffend, lieber keinen Alkohol trinke. Lieber bedanke ich mich artig und bitte um Verständnis für meine Wortwahl – manche Worte sind halt schneller als andere…

*

 

Salzburg

Wir waren vor nunmehr vier Wochen in Salzburg, die Liebste aus beruflichen Gründen, und ich hatte Gelegenheit, mich umzuschauen. So kamen ca. 400 Bilder zusammen, die in Fleißarbeit ausarteten. Vorauswahl treffen, kategorisieren, bearbeiten, hochladen. Das übliche halt, nur viel, diesmal. Aber – es hat sich gelohnt, wie ich glaube, gut 130 haben es bis hierher geschafft. Was lange währt, wird auch mal fertig. Eine sehr sehenswerte, alte Stadt …

Viel Spaß beim schauen, vergrößern durch anklicken…

*

Es war definitiv meine letzte weitere Bahnreise, angesichts der Verspätungen und des darauf folgenden Chaos. Schön wiederum ist die Muße beim reisen. Blick aus dem Fenster …

rps20170716_064120

rps20170716_064230

Die Kleene hier schlief stundenlang auf dem miefigen Sitzpolster und bei ziemlicher Unruhe im Zug. Irgendwann deckte ihr Vater sie mit seiner Jacke zu …

rps20170716_064338

Wer neu ist in der Stadt, sucht erst einmal den Fluss mit seinem schönen Ufern und Brücken. Der weist dann auch den Weg in die wunderschöne Altstadt.

IMG_7655 IMG_7690

IMG_7931

Eine Brücke mit zahllosen Liebes-Schlössern.

IMG_7713 IMG_7715IMG_7888 IMG_8153

Viel Text für unbeschreibliche Liebe.

IMG_8154

Auch interessant, mancherlei Wirklichkeit geschuldet …

IMG_8155

Ausblicke vom Ufer …

IMG_7724 IMG_7722

IMG_7723

In dieses kleine, plüschige Cafe sind wir eingekehrt und haben vorzüglichen warmen Apfelstrudel mit eben solchen “Verlängerten” genossen. Die freundliche Bedienung war reichlich im Stress, was nur zum Teil den zahlreichen Gästen geschuldet war. Vielmehr trieb eine extrem unsympathische, laute Chefin sie zur Eile. Was dem leckeren Kram keinen Abbruch tat.

IMG_7894

Abendstimmung …

IMG_7954

Die Altstadt – enge Gassen, kleine Geschäfte, ausgebaute Hinterhof-Passagen…die Stadt ist voll mit Geschichte und Kunst. Mir geht es mehr um die Stimmungen und um manche Details, die meine Aufmerksamkeit einfangen. Daneben die Parks mit allem was derzeit blüht und grünt und immer wieder die Festung, die mir in ihrer Gewalt nicht geheuer war, aber für die Zeit ihrer Erbauung spricht.

IMG_8025

IMG_8138 IMG_8136 IMG_8135 IMG_7854 IMG_7839 IMG_7852

Folklore …

IMG_7837

IMG_7995

Wasser …

IMG_7871

Hinterhöfe…

IMG_7875 IMG_7877

Posierende Japaner.

IMG_8140

Eine Skulptur.

Die leere Hülle als Symbol dessen,
was uns überlebt:
Die Liebe, die wir gaben,
die Werke, die wir schufen,
das Leid, das wir erduldeten.

Anna Chromy, “Die Pieta”

IMG_7846

Der Altstadt-Puff.

IMG_8033

IMG_8030

IMG_8031

Der Sünde zum Kontrast – Kirchen.

 IMG_8067

IMG_8017

IMG_8018

IMG_7968

IMG_7976

Der Duft – hier unbeschreiblich.

IMG_7978

Die junge Frau ließ mich verweilen, ihr Spiel war traumhaft schön.

IMG_8019

IMG_7851

Und wieder Kontrast …

IMG_8007

Eine Passage mit viel Keramik, sehr interessant anzuschauen, insgesamt und auch im Detail, wie ich finde.

IMG_7998

IMG_8001

IMG_8002

Der Künstler hat sich bestimmt etwas dabei gedacht …

IMG_7999 IMG_8004

IMG_8000

Schöne, kleine Läden.

IMG_8123 IMG_7958

IMG_7993

Zum Literatur-Fest waren zahlreiche Schaufenster mit Spruchwerk verziert.

IMG_8125 IMG_7898

Unschuldig ?!

IMG_7962

Kitsch darf nicht fehlen.

IMG_7959

Und nochmal kurz zurück zur Uferpromenade – auch das gab`s zu kaufen.

IMG_7725

Ausblicke auf die allgegenwärtige Festung.

IMG_7828 IMG_7830

IMG_7816 IMG_8081

Hier gefiel sie mir schon besser …

IMG_7906

Blicke in die Parkanlagen, am Tage und im abendlichen Zwielicht.

IMG_7658

IMG_7666 IMG_7660

IMG_7904

Es gab sie also doch …

IMG_7659

Von denen stehen eine Menge in einem kleinen Park umher, einer soll hier reichen…

IMG_7672

IMG_7667

Farbe …

IMG_7702

Getroffen …

IMG_7686

IMG_7704

Lauschig.

IMG_7915 IMG_7914

IMG_7917

IMG_7922

Später dann …

IMG_7921

IMG_7923

Eine kleine Runde auf die Höhen über den Steilhängen. Tolle Aussichten auf das Tal, welches vor vielen Tausend Jahren ein riesiger, von Geröll aus den Bergen aufgestauter See war, wie mir eine Info-Tafel verriet. Die Stadt selbst steht heute auf einer ca. 20 Meter dicken Sedimentschicht aus dieser alten Zeit, was jedes Bauvorhaben ziemlich schwierig machen soll. Die Bilder sprechen für sich.

Blick den Steilhang hinauf…

IMG_8077

… und in`s Tal hinab.

IMG_7739 IMG_7738

IMG_7747 IMG_7750

IMG_7763

IMG_7814 IMG_7819

IMG_7765

IMG_8051

Oben auf den Höhen liegt auch das Wasserwerk Salzburgs. Es war drückend warm und so war die Aussicht auf einen Besuch dort verlockend.

IMG_7809

IMG_7780 IMG_7789

IMG_7772

IMG_7807 IMG_7803

IMG_7808

Blick in den gut gesicherten Speicher…

IMG_7801

Weiter unten – Ein spezieller Dachgarten.

IMG_7834

Ein anderer Aufstieg, vorbei an einem alten Nonnenkloster, ebenso mit tollen Ausblicken.

IMG_8037

IMG_8043

IMG_8045

IMG_8046

IMG_8052

IMG_8050

Wieder unten, Türen & Tore…

IMG_7967

IMG_8142 IMG_7879

IMG_7822

IMG_7821

IMG_7865

Auch das Portal der Uni passt irgendwie dazu …

IMG_8114   IMG_8115

Auf dem Weg zur Uni liegt der botansche Garten.
Nicht spektakulär, aber sehr beschaulich.

IMG_8102

IMG_8084

IMG_8086 IMG_8087

IMG_8107

IMG_8109

Zum Schluss noch Bilder, die irgendwie nirgendwohin passen wollen, aber es dennoch wert sind, gesehen zu werden.

IMG_8150

IMG_8073

Hüpfkästchen mal anders.

IMG_8061

Schmiede-Kunst.

IMG_7944

Vorbildliche Fahrrad-Unterbringung für Anwohner – hierzu muss gesagt werden, dass das Parken von Autos in der Innnenstadt, so denn überhaupt erlaubt, richtig teuer ist.

IMG_7699

Hinterhof-Kunst – Wäre schön … die Katze hat was.

IMG_7695

Ansichten von der Uni-Seite her …

IMG_8079 IMG_7810

Auch Er – herzerwärmend.

IMG_7727

Danke für die Geduld :)

Katz_Salzburg

***

Experiment Auto-freies Leben

9 Monate waren wir hier im Tal der Wupper komplett ohne Auto. Seit kurzem steht wieder ein motorisierter Winzling vor der Türe, dafür gab und gibt es Gründe, ebenso, wie es genügend Gründe gegeben hätte, den Kleinen nicht anzuschaffen.

Zeit für eine Rückschau: Zusammenfassend lässt sich sagen – es lebt sich ohne Auto, wenn auch eingeschränkt. Wir sind öfter mal und gerne unterwegs, das ist hier in der Gegend ausgesprochen kompliziert und auch teuer (Stichwort mehrere Verkehrsverbünde, die nur rudimentär miteinander kooperieren) Dazu: Permanente Verspätungen und Chaos bei der Bahn. Wie, um mich damit noch einmal zu bestätigen, sei erwähnt, dass wir gestern (an einem Montag) für die Strecke Salzburg-Wuppertal mit der Bahn (die Karten waren schon gekauft) fast 14 Stunden gebraucht haben Zur Entlastung der Bahn muss gesagt werden, dass ein Teil der Verspätung Folge von mehreren Brandanschlägen auf Signalanlagen war. Die Hinfahrt jedenfalls war auch mit 90 Minuten im Plus. Platzreservierung zum Teufel, auf dem Koffer hocken im Gang. Und – ja, ich weiß. Je nach Datum und Tageszeit sind die auch Autobahnen eher Parkspuren als Reisewege.

Was mich an der Bahn richtig ärgert: Sie verzocken ihre Fahrpreise. Günstig buchen ist pure Glücksache. Da bin ich sehr altmodisch. Wenn ich handeln möchte, gehe ich auf einem Trödelmarkt oder einem orientalischen Basar. ansonsten bevorzuge ich feste und vor allem überschaubare Tarife.

Was den Alltag angeht, da fällt die Bilanz schon um Längen besser aus. Weil wir beide fußläufig oder, in meinem Fall, komfortabel mit dem Rad zur Arbeit gehen/fahren können. Einkaufen mit dem Rad ist auch kein Thema, Dank Kuriersack auf dem Buckel und/oder Packtaschen an den Seiten. Meine persönliche Bilanz als Mit-Fünfziger: Es bringt Kondition, so zu leben. Bis dahin war es ein teils holperiger Weg. Ausprobieren mehrerer Kettenblatt-Ritzel-Kombinationen, bis schlussendlich eine Kombi gefunden wurde, die einen guten Kompromiss aus Bergtauglichkeit mit Last (da kommen schnell 20 Kilo zusammen) und Endgeschwindigkeit auf der anderen Seite darstellt. Versuch und Irrtum waren auch der Weg hin zur vernünftiger Kleidung. Vernünftig im Sinne von Wetter- und Alltags-tauglich (denke das an so 2, 3 Grad plus und Dauerregen) und Anschaffungspreis (High-Tech-Zeug zerreißt an Zweigen und Brombeer-Hecken leider genau so wie die Müllsack-ähnlichen Dinger vom Discounter.)

Eine weitere, interessante Erfahrung in dem Zusammenhang sowie allgemein zum Thema älter werden waren teils sehr schmerzhafte, mehrfache Rippenblockaden über viele Wochen. Das ging über den Hausarzt, der bemüht, aber leider nicht sehr erfolgreich sein Glück versuchte, hin zum Orthopäden, der auch als Sportmediziner praktiziert.

Sätze der Doktoren, die mir heute noch in den Ohren klingen lauten: Finden `se sich damit ab, für ihren allmählich älter werdenden Körper täglich mehr Zeit investieren zu müssen, um fit und beweglich zu bleiben. (der Hausarzt). Oder der Orthopäde, der mich geräuschvoll und mit gezielter Gewalt “deblockierte”, auf meine Frage, das Radfahren betreffend: Sie machen alles richtig, weiter so! Dazu noch regelmäßig, also tägliche Übungen zur Stärkung der Halswirbelmuskulatur,

Ich will Sie in, sagen wir, vier Monaten wieder hier sehen und von Ihnen wissen, wie es Ihnen geht.

Mit diesen Worten sowie mit eine kleinen Liste skizzierter Übungen entließ er mich. Seitdem lasse ich einen Teil davon in meine morgendliche Routine einfließen. Meine Yoga-Übungen sowie die HWS-Gymnastik (eigentlich sind das sehr einfache, auch zwischendurch über Tag zu praktizierende Übungen) beanspruchen nunmehr allmorgendlich 20 Minuten. Und – es hilft. Ich fühle mich jetzt schon, nach ein wenigen Wochen, um Längen besser.

Fakt ist, meinen alltäglichen Lebenswandel mit dem Rad werde ich beibehalten.

Was waren also die Gründe für ein Auto, wenn nicht die tägliche Pendelei ? Unsere größeren und kleineren Reisen sind das eine. Etwas anderes ist es, dass ich mich nicht in einer Situation wiederfinden möchte, in der ich ein Auto haben muss und dann zu nehmen habe, was ich bekommen kann (Jetzt hatte ich eine ruhige, überlegte Wahl). So ist es durchaus denkbar, wenn auch nicht wünschenswert, dass sich meine berufliche Situation (sind noch etliche Jahre) nochmal ändern mag. Dazu kommt das mittlerweile hohe Alter meiner Eltern, die hartnäckig am grünen Stadtrand verweilen möchten. Stadtrand heißt in unseren Fall hier im Tal der Wupper gut 200 Höhenmeter Differenz plus so einige Kilometer. Nicht geeignet für regelmäßige Besuche mit dem Rad, nach getaner Arbeit. Geschwister, auf die ich meine Verantwortung diesbezüglich delegieren könnte, gibt es keine, was, weiß Gott, für mein persönliches Wachstum gute Gründe haben mag.

Wie auch immer.

So mache ich in großen Teilen weiter wie bisher mit dem Rad und nehme hin, dass der Kleine da draußen derzeit mehr ein Stehzeug als ein Fahrzeug ist.

*

 

 

 

Per Rad von Wuppertal nach Düsseldorf

Die ersten etwas wärmeren Sonnenstrahlen des Jahres locken und ich beschließe, mit meinem frisch instandgesetzten MTB Richtung Düsseldorf zu fahren. Ziel soll sein der Hauptbahnhof, eine größere Runde am Rhein entlang muss leider aus Zeitgründen ausfallen, derweil ich erst nach Mittag starte.

Daheim schaue ich mir sehr grob die Richtung an. Der Weg soll zunächst über die Nordbahntrasse über den Abzweig Lüntenbeck zur Bahnstraße in Vohwinkel führen, gleich gegenüber der Einmündung dann über Feld- Wald- und Wiesenwege weiter Richtung Schöller, südlich an Mettmann vorbei dann über Erkrath nach Düsseldorf.

Wuppertal-Düsseldorf_170312Ansicht und Download des Tracks
HIER

Da für mich bekanntes Terrain in Vohwinkel endet, lasse ich mich vom Navi im Luftlinienmodus lotsen und entscheide so an jeder Kreuzung selbst die Richtung. Daher stammen auf dem Track auch die einen oder anderen Haken und Ösen, die sicherlich nicht nachfahrenswert sind. Ebenso wenig die etwas ungeschickte Querung eines Golfplatzes, die leicht vermeidbar gewesen wäre :)

Hätte, wäre, – war es aber nicht. Dafür ist es unterhaltsam, von einer Gruppe ältlichen Pseudo-Sportlerinnen wüst beschimpft zu werden. Die Contenance wahrend entgegne ich lediglich, eine Kirche aufsuchen zu wollen, falls ich eine Predigt zu hören wünsche und verkneife mir Äußerungen über den Zustand bestimmter Löcher, die nicht Teil des Golfplatzes sind.

20170312_144605

So geht das kleine sonntägliche Abenteuer weiter. Bis zum Neandertal freue ich mich über abgeschiedene Feldwege, matschige Waldpfade, verwunschene Täler und den sehr sonnigen Abschnitten der weiten Felder. Der nahe Kalk-Abbau nötigt mich ein um`s andere Mal, ein Abbaugebiet oder eine Halde zu umfahren, beim Wege finden verlasse ich mich auf meine Augen, dem Luftlinienbalken im Navi und auf dem Sonnenstand. Nebenbei bin ich noch begeistert über die Nehmerqualitäten der neuen Reifen (Marathon-Plus-Tour, 47559), die sowohl in dem leichten Gelände als auch auf der Straße eine sehr gute Figur machen.

20170312_141159

20170312_143848      20170312_143833

20170312_143712

20170312_150151

20170312_150158

Ab dem Neandertal-Museum folge ich dann wie geplant den Straßen und angrenzenden Radwegen und erreiche so über Erkrath und Düsseldorf-Gerresheim schlussendlich den Bahnhof. Eine schöne Runde geht zu Ende, die Regiobahn bringt mich in 20 Minuten wieder in`s Tal der Wupper zurück.

*

Frischzellenkur

Seit gut drei Jahren leistet mir mein betagter Crosser (Bj.1993) gute Dienste, als Alltagsgefährt für die Arbeit, zum einkaufen sowie für gelegentliche Tagesausflüge, so richtig nett mit wenig Zeug und nach Möglichkeit Sonne. Auf diese Weise kamen bis dahin allein in dieser Zeit ca. 9000 Km zusammen. So nach und nach wurde der Verschleiß offensichtlich, irgendwo habe ich gelesen, alles am Rad sei Verschleißteil, und das kann ich voll bestätigen.

Schön sichtbar ist das an der Kette. Die hier ist im harten Betrieb durch die dünn gewordenen Gelenkbolzen ca. eineinhalb Kettenglieder länger geworden, bei geschätzten 4000 Km.

rps20170210_090126

Die schon länger andauernde (technische) Restaurierung ist jetzt weitestgehend abgeschlossen. “Original” sind vom Rahmen abgesehen nur noch sehr wenige Teile. Ersatzteilbeschaffung für alte Räder ist eigentlich kein Problem. Eigentlich, weil, wenn man etwas besseres haben möchte, wird es schwierig. So gibt es zwar noch Hinterräder für 7-fach-Kränze, aber mit billigen Naben. Etwas besser, in Shimano-Deore-Qualität gibt es erst ab 8-fach-Kranz, mit einem entsprechend längeren Freilauf. Also müssen so genannte Spacer mit rein, Distanzringe, um die Differenz auszugleichen. Das Netz offenbart da widersprüchliches, die einen sagen, 3 mm reicht, andere meinten, es sollen 4 sein. Also zwei bestellt, 3 und 1 mm, die dann auch beide verbaut werden mussten.

Jetzt hat der betagte Esel also Deore-Laufräder, eine neue Kettenblattgarnitur, Kette, Ritzelpaket,  Innenlager, neue Schutzplaste, neue, endlich rutschfeste Pedale. Das Schaltwerk war schon vor knapp zwei Jahren getauscht, ebenso die ursprüngliche Gripshift-Schaltgriffe gegen präzisere Rapidfire-Hebel. Ah ja, der Sattel – Freiheit für die Prostata, schön mit Spalt in der Mitte. Ebenso der Gepäckträger. Abkürzend hätte ich besser die noch vorhandenen Originalteile aufgeführt, neben dem Rahmen eben Lenker, Bremsen und diverse Schalt-Bremszughüllen. Und – last not least – vor ein paar Monaten brach der alte Seitenständer mitten durch und wollte dito ersetzt werden.

Erkenntnisse am Rande:

  • Ohne gründliche Recherche im Netz wäre ich aufgeschmissen gewesen, bei zahllosen Detailfragen, Montage sowie diverse Spezialwerkzeuge betreffend.
  • Alle Filmchen, Forenbeiträge und Expertenseiten hindern einen nicht daran, irgendwann an einem Punkt zu gelangen, an dem selbst gedacht werden möchte.

Bilder des Werkes…

Die alte Kurbel hat mich den meisten Schweiß gekostet, bei verranzten Abzuggewinde wollte der alte Mist mit roher Gewalt herunter gesägt werden:

rps20170210_090220

Rostschäden…

rps20170210_090243

Es wird …

rps20170210_090003

Das is`ser also, hoffentlich fit für die nächsten Jahre, Fährt, schaltet, bremst butterweich und nahezu geräuschlos, von einem noch besser zu befestigenden Schutzblech mal abgesehen. Die Summe der Teile war viel Geld, aber immer noch unter der Hälfte dessen, was ein vergleichbares neues Rad gekostet hätte. Außerdem ist es – ja richtig, sinnvolle Freizeitbeschäftigung und nicht zuletzt in meinem Fall auch eine Herzenssache, weil ich dieses alte Teil sehr liebe.

rps20170210_085926

 

Skywalk

So nennt sich eine vor kurzen eröffnete, neue Aussichtsplattform im Barmer Nordpark. Der Name lässt Großartiges vermuten, es handelt sich jedoch nur um einen kleinen, gut 6 Meter hohen Steg, der die ohnehin gute Aussicht von dort oben noch ein wenig besser genießen lässt.

IMG_7593

Mit dem Rad fahre ich bis Wuppertal-Heubruch auf der Nordbahntrasse, dort wechsle ich für das letzte Stück auf Straßen. Wobei ich die Anfahrt unterschätzt habe. Dank Bergübersetzung musste ich bislang vor keiner Steigung kapitulieren. Bis heute Morgen eben, die Barmer Hugostraße gilt als offiziell steilste Straße der Stadt, mit durchgängig 15 % Steigung. Vor den letzten 100 Metern habe ich kapituliert und das Rad geschoben.

Es ist kurz nach 8 Uhr und die Bilder an diesem eiskalten, klaren Morgen machen die etwas ruppige Anfahrt mehr als wett. Der Blick über die verreiften Dächer der Stadt ist wunderschön.

IMG_7586 IMG_7591

IMG_7595

IMG_7597 IMG_7598

Gleich ist es soweit …

IMG_7599

IMG_7601

IMG_7605

Dunstschleier über den Straßen …

IMG_7609

IMG_7616 IMG_7617

Nach einer dreiviertel Stunde Aufenthalt wird mir langsam kalt und ich mache mich auf den Rückweg. Bei der Abfahrt mit den klammen Fingern kommen mir ernste Zweifel an meiner sehr betagten Cantilever-Bremsanlage, die nur widerwillige Verzögerung lässt mir angesichts gut befahrener Querstraßen allerdings schnell warm um`s Herz werden.

Ein letzter Blick vor dem Abstieg …

IMG_7619

*