Kiezflucht

Erstmalig seit einiger Zeit gab es wieder unser Kiezfest, das Ölbergfest. Gute Sache soweit, leider viel zu voll, hat sich erledigt, mit dem ehemals angedachten Nachbarschaftsfest, derweil der Rest der Stadt zum feiern einfällt. Verständlich, gerade nach gefühlt vergangenen Pandemie-Zeiten, mir aber viel zu voll, zumal nichts vergangen ist, wie mir die Berichte aus dem Umfeld sagen. Alle anderen hatten jedenfalls ein tolles Fest, wir waren nur mal am Rande gucken, das reicht.

Und so machten wir uns auf dem Weg in die Stadt und staunten über die bumsvollen Busse und Fußgängerströme in die Gegenrichtung. Lieber schön auffe Hardt, Bienchen & Blumen angucken und die Seele baumeln lassen (Klick auf ein Bild öffnet die Original-Datei in einem neuen Tab).

Zedernholz & Öl – Antibakteriell und entzündungshemmend, zudem hat es eine beruhigende Wirkung auf unsere Psyche, es vertreibt Angst und löst Spannungen, tröstet uns in schwierigen Lebenslagen, hilft auch gegen Angst und Ärger, gegen Aggression, es bringt uns wieder ins Gleichgewicht, verleiht uns wieder mehr Stärke und Würde. (Quelle WWW)

Abstieg in Richtung Unterbarmen, selbst die alte wilhelminische Feuersäule sieht im Sonnenlicht freundlich aus.

Und – Werbung, unbezahlt, aus purer Begeisterung. Lecker essen und trinken, dabei unfassbar viel für die Augen. Zeitreise pur.

Das hier hat einen Ehrenplatz verdient – Rarität, so eine Aufnahme.

Verborgene Schönheit, erinnert sich noch wer an den Film?

Und – Kiez-Fund auf dem Heimweg, kleine Erinnerung an meine Kindheit. Längst Vergangenheit, aber noch bewusst. „Alles“ ist relativ, wenn wenig alles ist, ist es für den Betreffenden viel. Eben alles. Friede sei mit „ihnen“, heute. Mich selbst eingeschlossen.

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8 Gedanken zu „Kiezflucht

  1. Pingback: Sonntag, 220612 | wupperpostille

  2. Tanja

    Wie schön dein Stadtporträt. Ich kann das gut nachfühlen. Samstag war ich auch dort, leicht befremdet. Ist nicht mehr meins, so Masse Mensch, aber schön war es trotzdem, dass es so wieder möglich war. Das man das Habitat dann flieht, fast dacht ichs mir. Ich war dann noch in der Friedhofskirche zum Konzert. Sehr innig in weihevoller Kulisse Mozart, Avopärt und Strevinski,… wunderschön wie ein Gebet.
    Liebe Grüße vom Kothen

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    1. Grinsekatz Beitragsautor

      Das Konzert wäre auch noch etwas gewesen.
      Danke für dein hier-sein & liebe Grüße zurück vom Berch 🙂

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  3. Studio Glumm

    „Du gibst ihnen alles und trotzdem reicht es nicht.“
    Schöner Satz. Irgendwie sinnlos. Vielleicht sollte man einfach NICHT alles geben.
    Na, macht auch keinen Sinn.
    Gruß ins Valley,
    Andi

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    1. Grinsekatz Beitragsautor

      Nicht nur als süchtiger Mensch brauche ich meine 51% Teilhabe meiner selbst.
      Keine gute Sache, alles zu geben.
      Grüße zurück auf die Höhenzüge, Reiner

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