Kategorie-Archiv: Kunst & Kultur

Salzburg

Wir waren vor nunmehr vier Wochen in Salzburg, die Liebste aus beruflichen Gründen, und ich hatte Gelegenheit, mich umzuschauen. So kamen ca. 400 Bilder zusammen, die in Fleißarbeit ausarteten. Vorauswahl treffen, kategorisieren, bearbeiten, hochladen. Das übliche halt, nur viel, diesmal. Aber – es hat sich gelohnt, wie ich glaube, gut 130 haben es bis hierher geschafft. Was lange währt, wird auch mal fertig. Eine sehr sehenswerte, alte Stadt …

Viel Spaß beim schauen, vergrößern durch anklicken…

*

Es war definitiv meine letzte weitere Bahnreise, angesichts der Verspätungen und des darauf folgenden Chaos. Schön wiederum ist die Muße beim reisen. Blick aus dem Fenster …

rps20170716_064120

rps20170716_064230

Die Kleene hier schlief stundenlang auf dem miefigen Sitzpolster und bei ziemlicher Unruhe im Zug. Irgendwann deckte ihr Vater sie mit seiner Jacke zu …

rps20170716_064338

Wer neu ist in der Stadt, sucht erst einmal den Fluss mit seinem schönen Ufern und Brücken. Der weist dann auch den Weg in die wunderschöne Altstadt.

IMG_7655 IMG_7690

IMG_7931

Eine Brücke mit zahllosen Liebes-Schlössern.

IMG_7713 IMG_7715IMG_7888 IMG_8153

Viel Text für unbeschreibliche Liebe.

IMG_8154

Auch interessant, mancherlei Wirklichkeit geschuldet …

IMG_8155

Ausblicke vom Ufer …

IMG_7724 IMG_7722

IMG_7723

In dieses kleine, plüschige Cafe sind wir eingekehrt und haben vorzüglichen warmen Apfelstrudel mit eben solchen “Verlängerten” genossen. Die freundliche Bedienung war reichlich im Stress, was nur zum Teil den zahlreichen Gästen geschuldet war. Vielmehr trieb eine extrem unsympathische, laute Chefin sie zur Eile. Was dem leckeren Kram keinen Abbruch tat.

IMG_7894

Abendstimmung …

IMG_7954

Die Altstadt – enge Gassen, kleine Geschäfte, ausgebaute Hinterhof-Passagen…die Stadt ist voll mit Geschichte und Kunst. Mir geht es mehr um die Stimmungen und um manche Details, die meine Aufmerksamkeit einfangen. Daneben die Parks mit allem was derzeit blüht und grünt und immer wieder die Festung, die mir in ihrer Gewalt nicht geheuer war, aber für die Zeit ihrer Erbauung spricht.

IMG_8025

IMG_8138 IMG_8136 IMG_8135 IMG_7854 IMG_7839 IMG_7852

Folklore …

IMG_7837

IMG_7995

Wasser …

IMG_7871

Hinterhöfe…

IMG_7875 IMG_7877

Posierende Japaner.

IMG_8140

Eine Skulptur.

Die leere Hülle als Symbol dessen,
was uns überlebt:
Die Liebe, die wir gaben,
die Werke, die wir schufen,
das Leid, das wir erduldeten.

Anna Chromy, “Die Pieta”

IMG_7846

Der Altstadt-Puff.

IMG_8033

IMG_8030

IMG_8031

Der Sünde zum Kontrast – Kirchen.

 IMG_8067

IMG_8017

IMG_8018

IMG_7968

IMG_7976

Der Duft – hier unbeschreiblich.

IMG_7978

Die junge Frau ließ mich verweilen, ihr Spiel war traumhaft schön.

IMG_8019

IMG_7851

Und wieder Kontrast …

IMG_8007

Eine Passage mit viel Keramik, sehr interessant anzuschauen, insgesamt und auch im Detail, wie ich finde.

IMG_7998

IMG_8001

IMG_8002

Der Künstler hat sich bestimmt etwas dabei gedacht …

IMG_7999 IMG_8004

IMG_8000

Schöne, kleine Läden.

IMG_8123 IMG_7958

IMG_7993

Zum Literatur-Fest waren zahlreiche Schaufenster mit Spruchwerk verziert.

IMG_8125 IMG_7898

Unschuldig ?!

IMG_7962

Kitsch darf nicht fehlen.

IMG_7959

Und nochmal kurz zurück zur Uferpromenade – auch das gab`s zu kaufen.

IMG_7725

Ausblicke auf die allgegenwärtige Festung.

IMG_7828 IMG_7830

IMG_7816 IMG_8081

Hier gefiel sie mir schon besser …

IMG_7906

Blicke in die Parkanlagen, am Tage und im abendlichen Zwielicht.

IMG_7658

IMG_7666 IMG_7660

IMG_7904

Es gab sie also doch …

IMG_7659

Von denen stehen eine Menge in einem kleinen Park umher, einer soll hier reichen…

IMG_7672

IMG_7667

Farbe …

IMG_7702

Getroffen …

IMG_7686

IMG_7704

Lauschig.

IMG_7915 IMG_7914

IMG_7917

IMG_7922

Später dann …

IMG_7921

IMG_7923

Eine kleine Runde auf die Höhen über den Steilhängen. Tolle Aussichten auf das Tal, welches vor vielen Tausend Jahren ein riesiger, von Geröll aus den Bergen aufgestauter See war, wie mir eine Info-Tafel verriet. Die Stadt selbst steht heute auf einer ca. 20 Meter dicken Sedimentschicht aus dieser alten Zeit, was jedes Bauvorhaben ziemlich schwierig machen soll. Die Bilder sprechen für sich.

Blick den Steilhang hinauf…

IMG_8077

… und in`s Tal hinab.

IMG_7739 IMG_7738

IMG_7747 IMG_7750

IMG_7763

IMG_7814 IMG_7819

IMG_7765

IMG_8051

Oben auf den Höhen liegt auch das Wasserwerk Salzburgs. Es war drückend warm und so war die Aussicht auf einen Besuch dort verlockend.

IMG_7809

IMG_7780 IMG_7789

IMG_7772

IMG_7807 IMG_7803

IMG_7808

Blick in den gut gesicherten Speicher…

IMG_7801

Weiter unten – Ein spezieller Dachgarten.

IMG_7834

Ein anderer Aufstieg, vorbei an einem alten Nonnenkloster, ebenso mit tollen Ausblicken.

IMG_8037

IMG_8043

IMG_8045

IMG_8046

IMG_8052

IMG_8050

Wieder unten, Türen & Tore…

IMG_7967

IMG_8142 IMG_7879

IMG_7822

IMG_7821

IMG_7865

Auch das Portal der Uni passt irgendwie dazu …

IMG_8114   IMG_8115

Auf dem Weg zur Uni liegt der botansche Garten.
Nicht spektakulär, aber sehr beschaulich.

IMG_8102

IMG_8084

IMG_8086 IMG_8087

IMG_8107

IMG_8109

Zum Schluss noch Bilder, die irgendwie nirgendwohin passen wollen, aber es dennoch wert sind, gesehen zu werden.

IMG_8150

IMG_8073

Hüpfkästchen mal anders.

IMG_8061

Schmiede-Kunst.

IMG_7944

Vorbildliche Fahrrad-Unterbringung für Anwohner – hierzu muss gesagt werden, dass das Parken von Autos in der Innnenstadt, so denn überhaupt erlaubt, richtig teuer ist.

IMG_7699

Hinterhof-Kunst – Wäre schön … die Katze hat was.

IMG_7695

Ansichten von der Uni-Seite her …

IMG_8079 IMG_7810

Auch Er – herzerwärmend.

IMG_7727

Danke für die Geduld :)

Katz_Salzburg

***

Ansichten eines Clowns

So von uns als gelungene Theater-Aufführung gesehen, gestern Abend im Schauspiel Köln, nach dem bekannten Roman von Heinrich Böll. Das Buch habe und kenne ich schon seit über 30 Jahren, zusammen mit allen anderen Büchern von Böll, die ich bekommen konnte. Er hat mir als junger Mann schon geholfen, die Welt meiner Eltern besser zu verstehen, mich in ihre Zeit hinein zu finden.

rps20170625_104841

rps20170625_104818 rps20170625_104858

Dieses Buch hat mich immer schon endlos traurig gemacht, und so ging es mir auch gestern Abend. Das hat hierbei nicht mit der Bigotterie der Nachkriegszeit zu tun, die im krassen Gegensatz zu dem “tausendjährigem Reich” stand. Auch nicht mit der wundersamen Demokratisierung quasi über Nacht, die doch nur ein hauchzartes, fadenscheiniges Mäntelchen war und in Teilen immer noch ist.

Es ist das festhängen in irgendwelchen Dogmen, in Lebensbildern, projizierten Mustern, übergestülpten Lebensformen, die verhindern, zum wirklichen eigenem Wesenskern, zum eigenen Glück zu finden. Dazu gehört das ständige zitieren von irgendwelchen Phrasen und Stereotypen, die dem Ganzen seine Rechtfertigung geben sollen, dieses unselige Gebräu als Normalität im Sinne von ”das macht man so” verkaufen soll. 

Möchtegern-Majoritäten, Leit(d)kultur, Führungsanspruch.

Was hat all das mit mir zu tun, warum bewegt mich das so ? Es ist die Erinnerung an die “Vater-Worte”, die mir einst um die Ohren gehauen wurden. Worte, die er seinerseits als Kind hörte und in ihrer Tragweite nicht wirklich erfassen konnte (meine Eltern waren bei Kriegsende gerade 10 bzw. 11 Jahre jung). Worte, die er als Krücke für sich selbst nutzte, um irgendeinen Halt zu finden, nach gestohlener Kindheit und den Entbehrungen der Nachkriegsjahre. Worte, die mich ihn hassen lehrten, als Kind. Worte, die für Beschränkung und Zwang ebenso stehen können wie für Tugend, sofern sie dann nicht für sich allein stehen.

Prrreußische Orrrdnung und Sauberrrkeit.
Anstand und Disziplin.
Gesunderrr Körrrper, gesunderrr Geist.

Er konnte nicht anders.

Zum Total-Verweigerer a la Hans Schnier hat es bei mir nicht gereicht, statt dessen lief ich ihnen weg, diesen Worten. Nebenan in der Parallelwelt der synthetischen Träume war es wärmer, da war ich in scheinbarer Sicherheit, erst einmal. Es hat eine lange Weile gebraucht, in der “Realität” leben zu können und eigene Träume haben zu dürfen.

*

Einsamkeit und Sex und Mitleid

Und – nein, das ist keine Status-Beschreibung des momentanen Befindens, sondern es ist der Titel eine Filmes, den wir gestern kurzentschlossen besucht haben. Ein Nischen-Film, ideal für Programm-Kino, derzeit läuft er hier bei uns im Rex-Kino Wuppertal / Elberfeld, eine altehrwürdige Spielstätte in neuem Glanz.

Interessanter Weise startete die Spätvorstellung noch etwas später als geplant, derweil der Regisseur eingeladen war, nach der Abendvorstellung ein paar ausgesuchte Fragen zu beantworten. Wir durften als Gäste der Spätvorstellung schon etwas früher herein und der kurzen Vorstellung beiwohnen, ohne den Film gesehen zu haben, wie die anderen anwesenden Gäste.

Ein typischer Low-Budget Film, der aus immer wiederkehrenden Finanznöten alles in allem von der Idee, den gleichnamigen Roman von Helmut Krausser zu verfilmen, bis zur Fertigstellung an die 6 Jahre brauchte. Die über 30 Figuren des Romans wurden im Film aus Gründen der Übersicht auf 12 reduziert, was völlig ausreichend war.

Menschliche Beziehungen und die unterschiedlichsten Versuche, diese in glückliche Bahnen zu lenken stehen im Vordergrund dieser Tragikomödie, Einzelschicksale, die klassisch überhöht dargestellt miteinander verwoben sind. Der ehemalige Lehrer, der aufgrund einer Intrige Zwangs-pensioniert wurde – Der vor kurzem von seiner Escort-Lover-favorisierenden Frau verlassene Supermarkt-Leiter, in Dating-Portalen nach Erfüllung suchend – Der scheinbar vor Selbstbewusstsein strotzende Polizist und die traumatisierte Carla, die ihn anhimmelt – Der desillusionierte Familienvater mit Frau, 2 Töchtern und seinen Bienen, der eigentlich eher auf Männer steht – Janine, die Künstlerin, ebenfalls in Dating-Portalen unterwegs, Mahmud, der Arab, welcher Svenja (eine Tochter des Familienvaters) gegen Geld gerne lecken möchte – Aaron, Kind freikirchlicher Eltern mit irdischen Gelüsten.

Die Darsteller sind toll, keinem ging es dem Vernehmen nach am Ende noch um`s Geld, sondern darum, dieses fesselnde Projekt zu einem guten Schluss zu führen. Super Kamera-Führung und völlig bizarre Verwicklungen, garniert mit reichlich Nackt-Szenen lassen mich mal kichern, mal lachen, mal tief berührt sein. Menschen, die bis dahin ein so genanntes geordnetes Leben leben durften, verlassen diesen Film vielleicht  mit dem Gefühl
- Na gut, war ganz nett, aber total überzogen.

Andere, mich selbst eingeschlossen, verlassen die Vorstellung mit einem eher merkwürdig durchwachsenem Gefühl, wohl wissend, dass das so genannte reale Leben mancherlei Kino-Künste locker toppen kann und keine Überzeichnung manchen Charakteren das Wasser reichen kann. Alles in allem ein gelungener Film ganz nach meinem Geschmack !

*

 

 

 

 

Tschick

Am Donnerstag ist sie angelaufen, die Verfilmung von Wolfgang Herrndorfs Roman Tschick.  Das Buch habe ich berührt zu Ende gelesen, was längst nicht bei allen Büchern der Fall ist. Regie führte Fatih Akim, von dem wir vor einiger Zeit schon The Cut gesehen hatten. Das Buch vor dem geistigen Auge, dachte ich, der Film kann bei  guter Regie gut an das Original heran kommen. Also waren wir gestern mit den Kindern mal wieder im Kino, nach langer Zeit. Überrascht hat mich, das sogar das große Mainstream-Kino den Film zeigt, hätte ich ihn doch eher im Programmkino verortet.

Ein Road-Movie. Der Asi und der Psycho. Zwei 14-jährige hauen ab mit einem geklauten Lada, das große Ziel ist die Walachei, die Heimat von Tschicks Großvater. Wer Berlin kennt, weiß um den Begriff Walachei als Redewendung für ganz weit draußen. Wie die Geschichte am Ende ausgeht, wird schon zu Beginn klar. Darum ging es dem Autor auch nicht. Das Unterwegs ist wichtig und wird von den Schauspielern klasse dargestellt.

Ein Film, der mich sehr warm berührte. Auch ich wurde mal Psycho genannt ;) Nur zum abhauen hat es nie gereicht. Meine Flucht ging nach innen.

Ist euch schon mal aufgefallen,
das Spiegel immer nur links und rechts vertauschen,
aber niemals oben und unten?

 (Isa, eine temporäre Reisebegleiterin der beiden)

 *

*

 

 

Lindau

Wieder einmal treibt mich eine Familienfeier um, dieses Mal an den Bodensee, nach Lindau. Der Anlass ist eine Deutsch/Armenisch – türkische Hochzeit, für mich einmal mehr der lebende Beweis, das teils sehr verschiedene und einander nicht immer wohlgesonnene Kulturen gut miteinander auskommen können, wenn sie nur wollen.

Das “Protokoll” lässt uns aber genügend Zeit, einen kleinen Eindruck dieses alten Städtchens am östlichen Bodensee-Ende zu gewinnen. Die Anreise war etwas holperig, es gibt vom Tal der Wupper im tiefen Westen keine direkte Verbindung dorthin, zig verschiedene Autobahnen, kombiniert mit Landstraßen sind zwar eindrucksvoll, aber zeitfressend. Die letzten 50 Kilometer vor Lindau überholen mich permanent PS-Schleudern, keine unter 30000€. Willkommen im vor Geld stinkenden Drei-Länder-Eck. Ein kleine Überraschung dann vor Ort, einem kleinen Dorf nahe Lindau: Kein Netz, und das im D1-Netz. Willkommen in der Schweiz, steht auf meinem Schirm. Ja dann, Danke. Wenigstens gibt es WLAN in der Unterkunft.

Dörflich eben.

IMG_6848

Am Samstag dann gibt es besagte freie Zeit und wir machen uns auf die Socken. Lindau-Insel anschauen und eine Rundfahrt auf dem See ergibt sich auch. Diese ist allerdings, was Bilder angeht, wenig fruchtbar, derweil die Sonne sich zwar hervor traut, aber es nicht schafft, den zähen Dunst zu vertreiben.

IMG_6895

IMG_6897

IMG_6900

Am Ende der Runde wird die Sicht etwas besser.

IMG_6905

IMG_6937

Glückstreffer…

IMG_6932

Lindau-Insel, eine sehr niedliche, kleine Altstadt mit schönen, alten Häusern, engen Gassen und sehr viel südlichem Flair.

IMG_6940

IMG_6878

IMG_6908 IMG_6909

IMG_6919 IMG_6926

IMG_6918

IMG_6929 IMG_6927

Dunkle Ecken…

IMG_6942

IMG_6862 IMG_6874

IMG_6925

Botschaften in Kreide…

IMG_6938

Mammuts…

IMG_6873

Wir sind in Deutschland…

IMG_6920

Allerdings:

IMG_6868

Sehr gerne hier:

IMG_6881

IMG_6883

IMG_6885

IMG_6886 IMG_6884

Markt…

IMG_6888

IMG_6915

IMG_6917

Mein Favorit heute…

IMG_6916

Frecher Vogel…

IMG_6871

Die Natur ist der des Westens locker 10 Tage im voraus…

IMG_6906

Wovon hier noch nicht viel zu sehen ist.

IMG_6892

Der könnte auch in jeder anderen Stadt gefunden werden, aber dennoch…

IMG_6875

Oster-Nachlese auch hier.

IMG_6876

Unser Aufwärm-Cafe nach der verfrorenen Schiffstour.

IMG_6930

Letzte Bilder.

IMG_6877

IMG_6924 IMG_6911

IMG_6914

IMG_6865

*

Paderborn

Neulich führte uns die kleine Hexe oder besser deren bester Freund, der Rabe Abraxas nach Paderborn. Neben dem Theater-Besuch gab es auch ein wenig Zeit, die Stadt zu erkunden. Mein erster Eindruck war: Viel Wasser. Die Bilder sprechen für sich.

IMG_6620 - Kopie

IMG_6622 - Kopie  IMG_6621 - Kopie

IMG_6623 - Kopie

IMG_6628 - Kopie  IMG_6629 - Kopie

IMG_6630 - Kopie  IMG_6631 - Kopie

Auf dem Weg zum Zentrum.

IMG_6636 - Kopie  IMG_6638 - Kopie

IMG_6640 - Kopie

Weihnachtsmarkt…

IMG_6658 - Kopie

IMG_6661 - Kopie  IMG_6660 - Kopie

IMG_6667 - Kopie

Der Paderborner Dom.

IMG_6641 - Kopie  IMG_6669 - Kopie

IMG_6642 - Kopie

IMG_6643 - Kopie  IMG_6644 - Kopie

Der Dom innen, während es draußen dunkel wurde.

IMG_6670 - Kopie

IMG_6671 - Kopie

IMG_6684 - Kopie  IMG_6692 - Kopie

IMG_6672 - Kopie

IMG_6678 - Kopie  IMG_6673 - Kopie

IMG_6674 - Kopie

IMG_6685 - Kopie

IMG_6682 - Kopie

IMG_6687 - Kopie

IMG_6686 - Kopie  IMG_6679 - Kopie

IMG_6700 - Kopie

IMG_6688 - Kopie

IMG_6691 - Kopie

Rette deine Seele…

IMG_6693 - Kopie

IMG_6699 - Kopie  IMG_6695 - Kopie

IMG_6698 - Kopie

IMG_6708 - Kopie

IMG_6694 - Kopie

IMG_6709 - Kopie

IMG_6710 - Kopie

IMG_6711 - Kopie

Blick in den Hof.

IMG_6703 - Kopie  IMG_6696 - Kopie

Ein verschlossener, dunkler Gang.

IMG_6706 - Kopie

Licht…

IMG_6713 - Kopie

Wieder draußen.

IMG_6717 - Kopie

IMG_6725 - Kopie  IMG_6721 - Kopie

IMG_6722 - Kopie

Auf dem Weg zurück…

IMG_6728  IMG_6726 - Kopie

Ein letzter Blick auf den Dom.

IMG_6729

*

Kinder ihrer Zeit

Dieser Tage war bei den Bad Gandersheimer Domfestspielen Premiere von Jesus Christ Superstar und wir hatten das Glück, daran teilhaben zu dürfen. Neben dem Genuss der vielen tollen schauspielerischen Leistungen auf der Bühne in sengender Hitze kamen mir Erinnerungen an die Zeit der Uraufführung 1971.

Wir waren damals noch keine 10 Jahre alt und hörten die “Großen” auf den Schulhöfen und Straßen singen, Armee-Brotbeutel-behangen, die stolz den Titel des Stückes via dicken Filzstift trugen. Sie, die “Großen”, nannte man später die “68er”, also vielfach die Kinder der aktiven Generation des “dritten Reiches”, Kinder also von Tätern, Opfern, Mitläufern, die in hilfloser Wut erleben mussten, wie stark die junge Bundesrepublik in (Innen-)Politik, Verwaltung und Jura von den scheinbar Blitz-gewandelten Schergen des Faschismus geprägt wurde. Kinder, die auf ihre Weise mit diesen Zorn umgingen, laut feiernd so ziemlich alles auf den Kopf stellten, was den Alten heilig war und das so genannte “Establishment”, das “System” verkörperte. Kinder, die mit den Jahren mehrheitlich ihre Ideale vergaßen und schneller “etabliert” waren, als sie je befürchteten. Kinder, denen heute, anno 2015 vielfach die Gnade zuteil wird, zeitig in den wohlverdienten Ruhestand gehen zu dürfen.

Selbst bin ich sicherlich kein typischer Vertreter der so genannten “Generation x”, also die letzten geburtenstarken Jahrgänge bis hin zu den Anfang der 70er Geborenen. Dennoch war mein Verhalten damals so untypisch nicht, mit meinen Versuchen, die 68er rechts überholen zu wollen in Sachen F(f)este feiern. Mir und meinesgleichen ging es allerdings nicht um irgendwelche Revolutionen, sondern eher um den großen Rausch, um`s breit sein, um Rock`n Roll sowie alle Arten von weiteren Ausschweifungen. Uns war zeitig klar, das wir keine Gnade erfahren können, das wir die erste Generation sind, die ganz ohne Krieg lernen darf, was es heißt, sich reduzieren zu müssen. Nicht alle sind Gott sei Dank am Stoff hängen geblieben, aber alle, die nicht zeitig bremsen konnten, haben ihren Preis bezahlt. Wobei “zeitig” durchaus dehnbar ist, siehe meine eigene Geschichte.

Zu meiner Geschichte zählt eben auch mein Glaube, zu dem ich allmählich gefunden habe in meinen trockenen Jahren, um dem Kreis wieder zu schließen. Darum stehe ich auch ein wenig zwiegespalten vor solchen Aufführungen wie Jesus Christ Superstar. Nicht, das ich meine religiösen Gefühle verletzt sehe oder dergleichen. Ein wenig fühlte ich mich auch an einen Gospel-Gottesdienst erinnert, der ja auch unserer zelebrierten Ernsthaftigkeit diametral gegenüber steht. Auf der einen Seite meine Erfahrung mit den Plänen Gottes, die mit unseren eigenen oft genug nicht viel zu tun haben. Die gewaltige Konsequenz, die er uns zukommen lassen kann für unser handeln oder unterlassen.  Andererseits ist das Leben ernst genug und Jesus war nicht nur Gottes Sohn, sondern eben auch der Menschen Sohn, was dem Ganzen seinen Schrecken nimmt.

Da ich trotz aller Mühe immer noch kein Heiliger geworden bin, erlaube ich mir am Ende noch einen kleinen Seitenhieb auf die 68er, sorry, liebe Gemeinde ;)

Viva la Revolution – war am Ende auch nur Opium…

Mojsche & Rejsele

Während sich gestern Nachmittag mehrere Gruppen extremistischer Demonstranten gegenseitig gern das Fell versohlen wollten und nur durch das kluge Engagement der Staatsdiener daran gehindert wurden, machten die Liebste und ich uns auf geheimnisvollen Pfaden um den Pöbel herum auf den Weg zu einer Theater-Aufführung. Unser Ziel war die Christian Morgenstern Schule in Wuppertal-Barmen.

Die Kinder der achten Klasse führen ein Klassenspiel auf. Was Jüdisches, sagt die Liebste im Vorfeld und ich denke, gut, mal schauen. Angekommen in der Mehrzweck-Halle der Förderschule finden wir Flyer auf den Stühlen über das Stück. Geahnt habe ich es schon, es spielt in Zeiten des Faschismus, des Massenmordes an den deutschen Juden Anfang der Vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Die Geschichte handelt vom polnischen Arzt Janusz Korczak, der auf für die damalige Zeit außergewöhnlich fortschrittliche Art ein Waisenhaus in Warschau betreute, von den Faschisten mit seinen Kindern in das Warschauer Getto zwangsumgesiedelt wurde und am Ende die Größe hatte, seine Kinder in das Vernichtungslager Treblinka zu begleiten, anstatt sich selbst mit von Freunden besorgten falschen Papieren zu retten.

Die Helden des Stückes sind neben dem Doktor eben Mojsche und Rejsele, die Hauptdarsteller einer fiktiven Liebesgeschichte, deren Handlung in dem Jugendroman von Karlijn Stoffels  in das von damals überlieferte Geschehen eingebettet wurde. Mojsche kommt mit 13 in das Waisenhaus und hat zunächst große Schwierigkeiten, sich aufgrund seiner Aggressionen, seiner Aufsässigkeit, in das Leben dort einzufügen. Rejsele wird im zur Seite gestellt, um ihm zu helfen, sich besser einzubringen und die beiden beginnen, sich zu mögen. Mojsche verlässt alsbald das Waisenhaus, um im Untergrund als Kurier tätig zu werden, sein Charakter zeichnet ihn dafür aus. Auch Rejsele übernimmt Botengänge aus dem Getto heraus und nach der Deportation verlieren sich die beiden aus den Augen. Bis sie als alte Menschen viele Jahrzehnte später wieder zusammen finden, über eine Radio-Reportage zu den Geschehnissen damals.

Bewundernd registriere ich die Begeisterung der Kinder für so ein schweres und trauriges Stück. Ein Hauptdarsteller spielt mit Krücken und geschienten Bein, nachdem er sich noch am Vorabend bei einem Fahrrad-Sturz das Knie angebrochen hatte. Sie sind mit ganzen Herzen, mit ganzer Seele dabei, während ich mehrere Male echte Mühe habe, meine Fassung zu wahren. Eigentlich möchte ich von der ganzen Zeit damals nichts mehr wissen, von den unfassbaren Verbrechen unserer Ahnen. Ich war das nicht, denke ich, das ist ein Problem meiner Großeltern, bzw. Urgroßeltern, die zumindest teilweise auch Täter waren. Ganz so einfach ist es indes nicht, denn hätte ich damals gelebt, wo hätte ich mich wiedergefunden, in so einer Zeit? Solche Gedanken beschäftigen mich, während ich die berührt, gerührt die Kinder sehe, die Improvisationen verfolge, über die 13, 14 jährigen Kid`s staune und mich auch für die Lehrer freue, die es geschafft haben, die Kinder solcher Art zu motivieren. Sie lernen hier etwas, was in keinem Lehrplan steht:

Engagement, Leidenschaft, und Selbstbewusstsein.

Wir waren beide noch lange gefangen von dem Stück, von dieser Stimmung, während wir durch die mittlerweile wieder stille Stadt den Heimweg antraten.

2015-03-14 17.34.48

2015-03-14 17.53.54

2015-03-14 18.26.05

 

Japan-Tag 2014

Düsseldorf hat die bedeutendste japanische Gemeinde in Europa und gestern war der alljährliche Japan-Tag. Wir sind leider erst abends angekommen, so verpassen wir die hörens- und sehenswerten Trommler und Bogenschützen. Dafür aber war die Stadt voll von Tausenden Manga- und Anime-Fan`s, Cos-Player in Phantasie-reichen Verkleidungen. Ab und zu waren auch richtige Japaner zu sehen, die in der bunten Schar allerdings ein wenig verloren wirkten.

Jedenfalls eine gute Gelegenheit für einige Bilder, die für sich selbst sprechen.

IMG_4512

IMG_4516 IMG_4517

IMG_4527

IMG_4538 IMG_4531

IMG_4546 IMG_4558

IMG_4535 IMG_4540

IMG_4549

IMG_4565 IMG_4568

Die Promenaden, gut besucht…

IMG_4542

IMG_4561

Schatten-Spiele…

IMG_4554

IMG_4577

Hier haben wir den Besuch ausklingen lassen, im Sinne des Wortes. Das Feuerwerk, obwohl wirklich sehenswert, war uns zu spät. Sitzen, verweilen, zuhören, mit schwingen und Leute angucken. Der Kerl mit der Klampfe war toll, leise, aber sehr gefühlvoll. Eine schöne Krönung für den Tag.

IMG_4580

Comedy

So gesehen gestern Abend zu Köln in der Mittelblond-Kulturkneipe, ein winziges, kuscheliges Theater unweit des Domes.

2013-12-27 18.10.50_Mittelblond

Karten müssen mit einigen Vorlauf bestellt werden, da die Vorstellungen weit im Voraus ausverkauft sind. 40 Gäste und das winzige, kleine Theater ist voll. Schwule Comedy vom feinsten, der Theater-Inhaber und Hauptdarsteller Marcos Schlüter begrüßt uns persönlich und schnell ist der kleine Raum gefüllt. Das Publikum – bunt gemischt, jung, alt, schwul, hetero, alles vertreten. Das Stück – Diana, das Mädchen mit der Arschkarte erzählt deren tragische Lebensgeschichte mal anders – rotzfrech, bunt und phantasiereich.

Wir sind zwar nicht spät dran, aber die meisten sind schon da, vermutlich, um sich die vermeintlich “sicheren” Plätze etwas weiter hinten zu sichern. Allerdings bietet das nur begrenzten Schutz vor loser Anrede, ehe man sich versieht, ist man eine feste Größe in der Vorstellung. Geschminkt und verkleidet darf sich eben einiges erlauben, der Narr lässt grüßen. Wer nicht wechseln kann, hat Pech sozusagen und wird spontan in schöner Regelmäßigkeit zur Belustigung der anderen mit in die Show einbezogen. Wer allerdings schadenfroh zu laut lacht, darf sich sicher sein, mit in den Focus des Hauptdarstellers zu rücken. Wer gar nicht lacht, bekommt auch, was er/sie braucht: Gefällt es ihnen nicht? Doch, ja? Na, dann sagen`se dat mal ihrem Gesicht! Wir saßen übrigens in der ersten Reihe…wurden aber, warum auch immer, weitestgehend “verschont”.

Das Ensemble ist spitze, mich hat am meisten Marcos Schlüter in seinen Bann gezogen. Eine einzigartige Mimik und Gestik, dazu eine sagenhafte Stimme, im schnellen Wechsel mal leise, mal laut röhrend.

Fazit: Gern noch einmal, beizeiten.