Archiv für den Monat: Oktober 2015

Balkantrasse

Mit dem Balkan hat sie rein gar nichts zu tun, die so genannte Balkantrasse, die ausgehend von Remscheid-Lennep über Wermelskirchen und Burscheid bis nach Opladen führt. Laut Recherche hat ihr Name seinen Ursprung in der Charakteristika des bergischen Landes, das von den “zivilisierten” Bewohnern des Rheinlandes als “Balkan” wahrgenommen wurde, also urwüchsig, rau, und mit zweifelhaftem Volk dünn besiedelt. An der Stelle mal mein aufrichtiges Mitgefühl für die möglicherweise verletzten Gefühle mancher tatsächlicher Balkan-Bewohner, seid getröstet, der Bergische an sich ist nicht verkehrt.

Balkantrasse

Seit fast zwei Wochen liegen die Bilder nun schon auf dem Server und bevor die Farben endgültig Jahreszeit-bedingt ihre Aktualität verlieren, möchte ich sie teilen, die Runde mit meinem Kumpel. Wir trafen uns schon früh um 9.00 Uhr in Lennep und folgten der Trasse, die nur zweimal mit Ortsdurchfahrten unterbrochen ist. Unspektakulär und still ist sie, die Balkantrasse, mit einem stetigen, sanften, eben Bahn-typischen Gefälle versehen führt sie geradewegs in`s Rheinland. Aktuell endet sie bei Opladen, von dort aus ging es kurz die Wupper entlang, die sich unweit bei Hitdorf in den Rhein verliert. Vor der Mündung allerdings bogen wir ab nach Monheim am Rhein, Mittag machen und noch ein wenig das Wasser genießen.

Die Bilder sprechen für sich…

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Spät-Blüher.

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Immer wieder tolle Aussichten.

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Hofschaften…

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Bei Opladen.

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Monheim.

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Am Rhein.

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Die Zugverbindung ab Düsseldorf in Richtung Wuppertal war wieder einmal durch endlose Bauarbeiten unterbrochen und so führte uns der Weg zurück über Langenfeld nach Solingen-Ohligs und von dort mit der S7 wieder nach Lennep bzw. zum Tal der Wupper zurück.

~

Früher

In regelmäßigen Abständen stoße ich im Netz auf Postings meinesgleichen Geburtsjahrgangs, wo sich in epischer Breite darüber ausgelassen wird, das früher alles besser war. Wo sich bitterlich über die Kinder beklagt wird, die doch nur ihren Vorbildern folgen. So wie wir im übrigen damals auch. Was genau geht da in den Köpfen nur vor, frage ich mich immer öfter.

Früher war alles besser?

1. War es nicht, war anders.
2. Zeiten ändern sich.
3. Seid euren Kindern entsprechende Vorbilder.
4. Gerade, was Konsum angeht.
5. Erwartet nicht, das sie euch gleich folgen.

“Früher, hör auf mit früher,
ich will es nicht mehr hör’n.
Damals war es auch nicht anders,
mich kann das alles nicht stör’n.”

(DTH, Damenwahl, anno 1986)

Auch, wenn ich dieses Lied mittlerweile mit gehörigen Abstand “zu früher” höre, es hat immer noch etwas :)

Nordpark Barmen

Als Bürger des Wuppertaler Stadtteiles Elberfeld hat man allgemein nicht viel bei den Nachbarn in Barmen, dem zweitgrößten Stadtteil des Tales der Wupper, zu tun. Das ist nicht gerade feindliches Ausland, aber doch irgendwie weit weg und unbekannt, mangels Notwendigkeit der Bereisung, wenn man mal von seltenen verwaltungstechnischen Besuchen des Rathauses absieht. Das ehemalige Barmer Rathaus ist nämlich heute DAS Wuppertaler Rathaus, angeblich, weil es seinerzeit für größer als das Elberfelder befunden wurde. Böse Zungen sprechen da eher von einem elenden Handel, um die störrischen Barmer zur Fusion bewegt zu haben.

Erinnerungen habe ich an Barmen hauptsächlich wegen meiner Großmütter, die dort lebten. Auch der Nordpark, den die Liebste neulich auf einer Stadtkarte ausmachte, ist mir in Erinnerung. Ein schöner, weitläufiger Stadtpark, auf einem der innerstädtischen Bergrücken gelegen. Von allein wäre ich allerdings nie auf die Idee gekommen, dort mal hinzufahren, wie gesagt, der Elberfelder an sich hat genügend eigenes Grünzeug. (Und ja, ein kleines Stück davon liegt tatsächlich auf Barmer Stadtgebiet…).

Einzig die Aussicht auf ein paar nette Bilder, verbunden mit dem schönen Wetter, haben letztendlich den Ausschlag gegeben, mal nebenan zu gucken.

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In Barmen sind hier und da auch noch schöne Fachwerkhäuser zu finden, Rest der alten Hofschaften, auf denen einst die Stadt gründete.

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Der Park…

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Und zum Schluss der gemeine Barmer Elch…

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