Kategorie-Archiv: Politik

Wahrheit ?

Sie ist in aller Munde, und ein jeder beansprucht sie für sich. Oder günstigstenfalls für seine Glaubensgemeinschaft, die nicht unbedingt religiösen Charakter haben muss. Sie wird gerne in Teile ihrer Selbst zerlegt und Portionsweise in eines anderen Wahrheit eingebunden, aus dem Kontext gerissen, wie man das nennt. Oft wird sie geschickt umgangen, um interessierten Kreisen dienlich zu sein. Diese schaffen gerne so genannte alternative Wahrheiten, verkünden ihre solcher Art frisch kreierte Wahrheit für die Absolute, die der anderen für systemische Lüge. Jeder auf seine Weise. Das “System” bedankt sich seinerseits mit irreführenden Wortgeklingel. Verschwörungs-Theoretiker werden die Schöpfer der jeweils anderen Wahrheit genannt. Oder auch Alu-Hut-Träger. Irreführend deshalb, weil so mancher Verschwörungs-Theoretiker in Wahrheit (also meine…) ein Verschwörungs-Praktiker ist, dessen Agitation ganz konkrete Auswirkungen auf die Politik, auf das gesellschaftliche Klima hat. Die Alu-Hüte? Klingt karnevalistisch und würdigt die wirkliche Gefühlslage ihrer Träger herab, die mit lustig-sein oder mit Abenteuer a la Raumschiff Orion nicht wirklich viel zu tun hat. In den oft geschlossenen Räumen, in denen sie sich gerne bewegen, sind sie unter sich, schauen gefüllt mit Unsicherheit , Angst sowie mit daraus resultierenden Hass auf die Welt da draußen, von der sie glauben, sie wolle ihre Hirne manipulieren, kontrollieren, knechten. Ihnen ist in ihrer Welt mit Argumenten nicht beizukommen, jeder Versuch gleicht dem Schachspiel mit einer Taube: Ganz gleich, wie gut du spielst, das Tier latscht quer über das Brett, wirft dabei alle Figuren um, kackt mitten hinein und stolziert von dannen, als hätte es die Partie gewonnen.

Nun denn. Wenn ich von meiner “Wahrheit” schreibe oder rede, dann bin ich mir bewusst, immer nur einen Teil dessen für mich präsent zu haben, der oft genug auch sehr subjektiv eingefärbt ist, also eher meine Meinung darstellt, nicht die Wahrheit, schon gar nicht die absolute, die eh `nur unser Schöpfer kennt. Sicher bin ich mir meiner Meinung, meiner Wahrheit also nicht, und eines möchte ich schon überhaupt nicht: Irgend jemanden von dem überzeugen, missionieren oder sonst wie manipulieren, der die Welt mit anderen Augen sieht, sehen möchte.

Beispiele gibt es zur Genüge, ein kurzer Blick auf das Tagesgeschehen reicht völlig. Der Bau einer fast fertigen Gasleitung soll gestoppt werden, weil der Handelspartner auf der anderen Seite seinen Oppositionellen nach dem Leben trachtet oder zumindest weg schaut, wenn einflussreiche Kräfte dies anstreben. Die Wahrheit ist in diesen Ländern denen vorbehalten, die ein schnelles Pferd haben. Moralisch verwerflich? Ja sicher. Du sollst nicht töten. Punkt. Was diejenigen (außerhalb der Politik), die sich darüber verständlicher Weise empören, außer Acht lassen, ist , wir sind eine Export-orientierte Handelsnation, die sich auch sonst moralische Empörung nicht wirklich leisten kann, mit aller Herren Länder gute Geschäfte macht, in denen Menschenrechte nicht unbedingt gesetzlich verankert sind, geschweigen denn respektiert werden. Wo es politisch opportun erscheint, wird sich dagegen laut öffentlich empört, das nenne ich Pharisäertum. Wäre es ernst gemeint, dürfte mit dem Rest der Welt keinen Handel mehr betrieben werden, mal nicht davon zu reden, das auch hierzulande mit Sicherheit Verbesserungsbedarf in Sachen Menschenrechte besteht, wenn auch auf vergleichsweise hohem Niveau. Und – mal so ganz pragmatisch in Richtung derer, die meinen, fossile Brennstoffe hätten sowieso ausgedient – auch ich heize im Winter wie viele Millionen anderer Haushalte mit Gas, zu dem es derzeit keine wirkliche Alternative gibt. Es wird eine geben müssen, das ist sicher, so wie es früher oder später zu allen fossilen Brennstoffen eine Alternative geben muss, wegen dem unseligen Einfluss auf unser Wetter, auf unsere Umwelt, unsere Natur und aus Gründen der Verfügbarkeit. Nur sehr wenige haben derzeit die Mittel und die Möglichkeiten, in Energie-Bilanz-technischen Null-Summen-Häusern zu leben.

Wo ich gerade dabei bin – Emissions-freie Fortbewegungsmittel finde ich hervorragend. Gibt es leider nicht, sie sind eine Illusion, die sich daraus nährt, weil eben nichts sicht- und riechbares “hinten heraus” kommt. Alles hat seinen Preis, den unser Planet bezahlen muss, die Umweltbilanzen der Herstellungsprozesse lassen grüßen. In dem Kontext kann ich nicht verstehen, mit welcher Vehemenz elektrische Antriebe auch politisch forciert werden. Ganz so, als hätte ein jeder neben dem Mitteln für einen “Stromer” auch noch gleich einen Carport samt Ladestation neben dem mit Erd- oder Solarenergie beheiztem Eigenheim. Und jetzt bitte nicht missverstehen, ich finde es absolut begrüßens- und förderwert, auf diese Weise leben zu wollen. Leider ist dies nur einer kleinen, gut verdienenden Avantgarde möglich, nicht der breiten Masse, die irgendwo zur Miete wohnt, eine schnöde Gastherme nutzen muss und ihr Auto irgendwo, wo gerade Platz ist, abstellen muss. In 99 % aller Fälle gerade nicht in Reichweite einer Ladestation. Und weil ich nicht nur meckern möchte – es gibt auch gute Ansätze, die zwar noch wie der Wasserstoff mit großen technischen Herausforderungen versehen sind,aber mit Blick auf ihre schnöde Praxis-Tauglichkeit um Längen besser abschneiden als die derzeit so gelobten Stromer, die sowieso im halbwegs bezahlbaren Segment nur für den Stadtverkehr taugen. Ja sicher, verreisen kann man auch mit den Öffentlichen, so sie denn günstig erreichbar und auch mal pünktlich sind. Will ich aber nicht, in Zeiten von komischen Viren und reichlich Menschen, die eben diese beharrlich ignorieren (Achtung, da leiste auch ich mir meine persönliche Wahrheit/Meinung…). So wie andere wiederum den Rest der Menschheit am liebsten an die Kette von umfänglichsten Regelwerken legen möchte, als würde sich dadurch ihre Einsichtsfähigkeit verbessern. Vom meinem ganz persönlichen Hang als Höhlenbewohner, meinen gefühlten halben Hausrat mitschleppen zu müssen, will ich erst gar nicht anfangen.

Bevor ich jetzt restlos vom Thema abweiche – Hybride finde ich Klasse, also jene Fahrzeuge, die sowohl über einen Strom- als auch einen Verbrennungsantrieb verfügen. Es gibt durchaus schon bezahlbare Varianten, die sich bei umsichtiger Fahrweise für gerade mal 4 Liter Treibstoff-Verbrauch bewegen lassen. Entweder als klassische Selbstlader, oder auch mit Steckdose, zum Strom “tanken”. Meine Sympathie haben in dem Zusammenhang auch günstige Kleinstwagen, die sich mit kaum mehr Energie betreiben lassen. Der verfügbare Platz hat sicher seine Grenzen, aber wer jemals erfolgreich Tetris gespielt hat, weiß sich auch hier zu helfen.

Zum Ende hin noch einmal – jeder hat das Recht auf seine Meinung, seine “Wahrheit”, so wie das, was dafür gehalten wird. Ich auch. Wer mit mir darüber meinetwegen emotionsgeladen, – aber immer höflich – diskutieren möchte, nur zu ;)

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Angefühlt

Nur das leise Rauschen der Therme ist zu hören, im Duo mit dem Ticken der Wanduhr. Küchenimpressionen, heute ohne die sonst übliche Radio-Berieselung. Gerade komme ich aus dem Bad, unser Vermieter hat dieser Tage am Waschbecken eine neue Mischbatterie einbauen lassen, die alte ging, verkalkt, wie sie war, sehr schwer. Bei der Gelegenheit wurde auch gleich der Durchlauferhitzer getauscht, der altersschwach vor sich hin tröpfelte.

Es ist noch ein wenig fremd, wie sich die neue Mischbatterie anfühlt. Kalt-Warm, und zwei Stufen Wasserdurchfluss, ein smarter Hebel, das ist wohl Standard heute. Funktion, Optik, Akustik, und – Haptik. Wie sich etwas anfühlt. In der Autoindustrie werden Unsummen in die Entwicklung gewisser Materialien gesteckt, die sich ansprechend anfühlen. Gemeinsam mit dem Umstand, das Auto fahren leider keine reine Kopfsache, sondern schwerst emotional aufgeladen ist, werden weitere Unsummen mit dem Ergebnis dieser Entwicklung verdient.

Auch ich bin so ein Mensch, dessen Wahrnehmungszentrum eindeutig das Gefühl ist, allem Ratio zum Trotze. Alles mögliche fasse ich an, um zu fühlen, was oder wie es ist. Eine klemmende Türe wird solcher Art ob ihrer klemmenden Stelle analysiert, ebenso ein Maschinenlauf durch Hand-auflegen und spüren der Vibrationen überwacht. Verschiedenartige Kunststoffe kann ich so unterscheiden, ebenso unsere beiden Kater, unabhängig vom Körperbau der beiden.

Auch Menschen fühlen sich an. Lange konnte ich nur mit Überwindung jemanden in den Arm nehmen, das hat sich Gott sei Dank im Laufe der Zeit gewandelt. Menschen, die mir in irgend einer Weise nahe stehen. Auch der Geruch spielt ein große Rolle. So wurde mir zum Beispiel glaubhaft überliefert, dass meine erste Grundschullehrerin nur auf Grund dessen einen guten Zugang zu mir hatte, weil sie gut roch.

Es ist schon irgendwie irre, wie sehr wir in unserem ach so aufgeklärten Zeitalter immer noch über die uralten Erbgüter unserer Evolution durch`s Leben geführt werden. Gerade Politik wird mit viel Gefühl gemacht, auch, wenn man uns unsere gewählten Vertreter gerne als Sachverständige präsentiert. Das mögen oder sollten sie auch sein, oder sich zumindest dorthin entwickeln. Spielt aber offensichtlich eine zunehmend untergeordnete Rolle, wo welche Talente schlummern. Manch einer wurde ohne einem großen Spektrum an Talenten sogar Staatspräsident… Es reicht den meisten also, berührt zu werden, wie auch immer.

Politik – da wollte ich nicht hin, jetzt, lässt sich aber auch nicht vermeiden, in dem Zusammenhang. Wie auch immer, mein Mittel der Wahl zur Orientierung bleibt das Gefühl, die Intuition, wie immer man das nennen mag. Nichts besonderes? Ich kann versichern, doch. Für mich zumindest, als ein Mensch, der Jahrzehnte Mittel eingesetzt hat, auch, um eben nichts oder zumindest weniger zu fühlen.

Sag`s mit Musik …
Achtung, Geschmackssache :)

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Höre alten Leuten zu …

Der Titel stammt aus meinem Lieblingsgedicht von Joseph Beuys, “Lass`dich fallen” oder auch “How to be an Artist”. Bei alten Frauen ist mir das meist recht leicht gefallen, viele von ihnen plaudern gerne, bei Gelegenheit. Ältere Männer sind anders. Die sind mehr für sich, glaube ich, in ihrer Welt aus reichlich Vergangenheit, der Gegenwart, und der sehr überschaubaren Zukunft.

Ausnahmen bestätigen das wohltuend, so wie heute Nachmittag. Getrieben von dem Wunsch, noch wenigstens ein Stündchen an die Luft zu kommen, in der Hoffnung, mein Kopfweh loszuwerden, fuhr ich bis zum alten Bahnhof Loh, an unserer Nordbahntrasse nebenan. Da saß er, mit schneeweißem Haar allein auf einer Bank unter dem alten Bahnsteigdach, schön im Schatten. Mit meiner hellen Haut liebe ich die Sonne auch nur begrenzt, also nehme ich neben ihm Platz.

Das Wetter – damit kommt man jetzt gerade immer in`s Gespräch. Toller Sommer, die armen Bauern, das wenige Getreide, aber das viele Obst. Was man alles heute gesund finden solle und wer da was von hätte. Früher war alles anders – eine Aussage, die ich mittlerweile nicht mehr spöttisch belächle, weil auch ich heute etwas von “früher” erzählen kann, wenn auch nicht so viel.

Die vielen fremden Menschen hier im Land – wäre nicht gut. Flucht kennt er, bei Kriegsende war er gerade vier Jahre jung und mit seiner Mutter von Oberschlesien über Regensburg hier her gekommen. Dort in Regensburg trafen die beiden den Vater, frisch aus der Kriegsgefangenschaft. Ohne Internet und Telefon, so richtig mit Fügung, wie er sagt. Da hat jemand geguckt, für uns ...Er ist im übrigen etwas fassungslos, das jeder Flüchtling ein Mobilphon hat, wie das sein könne. Mein Einwand, das diese Dinger ja halt die einzige Verbindung zur Heimat seien, und somit teils wichtiger als ein paar Schuhe, nimmt er schweigend hin.

Er erzählt von seiner Flucht, von den Russen. Den schlimmsten Fehler, sagt er, den man machen konnte, war, die Haustür abzuschließen, wenn sie kamen. Dann wurden sie wild, wie er sagt, und brachten alle um, die sie vorfanden. Verstehen Sie das, fragt er mich und blickt mich durchdringend an. Ich nicke stumm. Seine Mutter wusste das und riss darum Türen und Fenster auf, wenn sie kamen. Er wurde von den Soldaten stets misstrauisch beäugt, der kleine blonde Junge. Germanski, sagten sie, aber nicht feindselig. Der Offizier schlief dann auf dem Bett, mit Stiefeln an den Füßen. Er solle sie ruhig ausziehen, sagt die Mutter irgendwann zu ihm, worauf ihr eindringlich klar gemacht wurde, dass man jederzeit mit den Deutschen rechnete … es stirbt sich halt schneller, auf Socken.

Wir erzählen eine Menge, sitzen bestimmt eine gefühlte Stunde zusammen, während der Wind unter dem Bahnhofsdach etwas frösteln lässt. Ich erzähle von meinen Eltern, die hier in der Stadt aufgewachsen sind. Drei Generationen, sage ich, braucht es, um wieder mit der Welt klar zukommen, nach solchen Kriegen. Das mein großes Kind der erste in unserer Familie ist, der emotional nichts mehr damit zu tun hat.

Der alte Mann erzählt von seiner längst erwachsenen Tochter, die in England studierte. Die EU heute, die Reisefreiheit, die Politik, Assimilation, (er nennt es nicht so, meint aber das gleiche), der Seehofer – der im übrigen ja nicht so ganz unrecht hätte, mit dem, was er sagen täte. Die AfD und ihre potentielle Mehrheitsfähigkeit in der Gesellschaft, die Brüder im Geiste bei der FDP, was die Wirtschaftspolitik anginge, und so weiter.

Eh wir uns versahen, waren wir bei Hitler und Göbbels. Er wäre fassungslos, das die Menschen die zwei damals so verehrten, dat waren doch zwei ausgesprochen schäbbige Kerle, meint er, während ich sinniere, dass Dämonen keinem Schönheitsideal entsprechen müssen. Überhaupt, die Äußerlichkeiten sind sein Thema. Die von der Linken da, das wäre ja `ne Granate, und der Oskar wäre ein echter Glückspilz – wir lachen beide herzhaft, auch wenn er der Meinung ist, dass die Wagenknecht ja in der falschen Partei wäre. Das will ich nicht weiter vertiefen, obgleich es schon eine Erörterung wert gewesen wäre, die Frage nach der richtigen Partei, So langsam drängt auch die Zeit zum Aufbruch.

Wir verabschieden uns, mir gefällt sein kräftiger Händedruck. Vielleicht sieht man sich wieder hier, sagt er und keiner fragt den anderen nach den Namen. Irgendwie unwichtig.

Begegnungen die ich mag, denke ich, und fahre entspannt heim.

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Schon gut möglich

Schon gut möglich.
Das da einst jemand lebte.
Mit heilenden Kräften
Mit Charisma
Mit Mut

Jesus eben

Ein Mensch war er, was sonst. Ein besonderer bestimmt, auserwählt. Im Kern wird schon irgend etwas daran sein, von dem, was die Schreiber des dicken alten Buches verewigt haben. Auch, wenn die Geschichte zum eigenen Machterhalt und zum dumm-halten des Volkes bis in`s Asch-graue aufgebläht wurde. Niemand kann an den Naturgesetzen vorbei, kein Geist hat diese Macht. Auch Jesus hatte sie nicht, das gehört für mich in`s Reich der Märchen.

Besonders war er schon, bestimmt.

Gottes Sohn – die Vorstellung macht ihn sympatisch, das nimmt meiner höheren Macht die Strenge. Da gab es mal wen, der mich verstehen würde, ohne mich zu verurteilen. Der mit Sicherheit auch so seine Versuchungen hatte. Der lernen durfte, ihnen zu widerstehen. Der in einer Zeit von Vergebung sprach, in der vermeintlich illoyalen Menschen kurzen Prozess gemacht wurde. Der Liebe lebte und predigte, während nebenan Menschen grausam zu Tode kamen. Der aus Liebe zu seiner höheren Macht eher einen grausamen Tod wählte, denn sich selbst und seinen Glauben zu verraten. Wer weiß, vielleicht stimmt es auch, und Jesus war wirklich Teil eines großen Planes, uns von unserer Schuld zu erlösen, indem er diese auf sich nahm.

Mit Sicherheit würde er sich allerdings heute voller Scham umdrehen, wenn er sehen könnte, wie sein vermeintlicher Geburtstag hier auf Erden “gefeiert” wird. Einer, dem das Kotzen käme, müsste er ertragen, wie das bigotte Abendland derzeit seinen Anteil am Elend nebenan leugnet, ängstlich seine Pfründe hütet, den Nächsten zum Teufel wünscht und verbissen seine “traditionellen Werte” verteidigt..

Für mich ist er auch nicht der vorbildlich Leidende gewesen, der so gern gezeigt wird, um den Menschen den Mangel als Gottes Wille zu verkaufen und somit die Massen zu beruhigen. Ein Mutiger war er, einer, der sich Zeit seines Lebens für die Schwachen und Rechtlosen eingesetzt hat. Einer, der sich nicht scheute, falsche Heilige mit der Peitsche aus dem Tempel zu jagen.

Macht das Haus meines Vaters nicht zu einem Kaufhause!

Bestimmt hätte ich ihn gemocht.

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PS: Dieser Eintrag sollte eigentlich ein harmloser, kleiner Kommentar zu einem anderen Blog werden. Wie das schon öfter vorkam, geriet das Ganze ein wenig aus dem Rahmen und darum hier her. Deshalb an dieser Stelle Danke, Ananda :)

Mach`s gut, Fidel

Heute früh also bist Du uns also voraus gegangen, wie ich gerade im Radio hörte. Natürlich werden jetzt all die vorgedruckten Nachrufe aus den Schubladen gezogen, weil, so ganz plötzlich und unerwartet hast Du uns ja nicht verlassen, in deinem biblischen Alter von 90 Jahren. Jetzt wird  je nach politischer Ausrichtung eher respektvolles oder mehr kritisches zu lesen sein, warst ja nicht immer fein in der Wahl deiner Mittel.

Einen hätte ich dann auch noch, ganz spontan, ehrlich. Für mich warst Du ein Held. Nicht, weil Du dem großen Bruder nebenan die Stirn dauerhaft geboten hast, auch nicht, weil Du angeblich über 600 (!) Mordanschläge überlebt hast. Sympathisch war mir stets der morbide Charme deiner kleinen Insel, das Improvisationstalent deiner Leute. Widerstand ist eben oft mit Entbehrungen verbunden. Sehr respektabel finde ich in dem Zusammenhang auch das Geschick deiner Landsleute, die Lebensdauer amerikanischer Straßenkreuzer mit Hilfe von russischen Triebwerken in`s Aschgraue zu verlängern.

Nein, der wahre Grund meiner Heldenverehrung ist ein anderer gewesen. Aus deinem schönen Inselreich kam weiland in den 80ern das mit Abstand beste Gras der damals noch geteilten Republik. Dein ganz persönlicher Beitrag zur Zersetzung der Kampfmoral, wenn man so möchte. Was haben wir dir für rauschende Ballnächte gewidmet, die explodierende Samenkörner in den dicken, selbst gedrehten Tüten waren die Gewehrschüsse unserer ganz privaten Revolution, sozusagen.

Bleibt Danke zu sagen, gute Reise, Fidel!

“Jeder glaubte an was anderes, weil keiner etwas verstand.
Viva la Revolution... war leider auch nur Opium.”

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Nicht überraschend

trump

Demoskopen sind täusch- und manipulierbar, wie man sieht. Bot`s sei Dank. Am Ende wählen die Menschen den, der sie am meisten berührt, unabhängig dessen, was sie möglicherweise erwartet. Demagogen mit ihrer großen Fresse berühren die Menschen, ihre Herzen und ihre Seele, wenn auch ganz unten. Angst ist immer noch eines der stärksten Gefühle, das wird sich auch bei den kommenden Wahlen in Deutschland wiederspiegeln.

Amerika hat es, so scheint es, nicht anders (besser?!?) verdient. Der Rest der Welt muss mit den Folgen klar kommen. So Gott will, schauen dem neuen Präsidenten hoffentlich einige besonnene Vertraute auf die Finger. Wobei die Geschichte zeigt, dass dieses mitunter auch nichts nützt.

Als Kind der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts bin ich mit Bedrohungs-Szenarien in einem Waffen-starrenden, geteilten Land aufgewachsen. Jederzeit konnte Schluss mit lustig sein, das war Lebensgefühl bis Ende der 80er. So gesehen ist das Klima nun vertraut, leider.

Die Welt hat Reagan und den Ex-Alkoholiker (?) Bush Junior überlebt, Blut-triefend.Sie wird auch Donald Trump überleben. Wobei niemand heute den Preis dafür kennt. Was einerseits gut ist. Und – ja, ich höre schon die Argumente derer, die sagen, das andere noch viel schlimmer sind/waren/sein werden. Das man da doch gegenhalten müsse undsoweiter. Mag schon sein. Diese hat man mir allerdings auch nie als “Freunde” verkauft.

Artikel Drei des rheinischen Grundgesetzes 
Et hätt noch emmer joot jejange.
Wobei der Glaube daran manchmal nicht leicht fällt.

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Ein Willkommensgruß

Herzlich willkommen, Gast. Bevor Du an der Rezeption beschäftigt bist, bevor Du deine Habseligkeiten sortierst, höre mir kurz zu. Ich wache hier schon sehr lange, es sind bestimmt schon weit über einhundert Jahre. Da gäbe es einiges zu berichten.

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 Aber Du bist ja beschäftigt. Auch, wenn Du vielleicht hier deine freien Tage verbringst, hast Du keine Lust, mir zuzuhören. Das kann ich verstehen, Du hast viel gearbeitet und die Zeiten sind unruhig. Wozu diese zusätzliche Last also, Du hast dir deine Ruhe redlich verdient. Du möchtest dich nicht mit meiner Geschichte auseinandersetzen, ja gut. Aber schaue mir mal kurz in`s Gesicht. Sehe ich aus wie einer, der sich so schnell geschlagen gibt? Du kannst mich mal, denkst Du. Packst dein Zeug und gehst weiter. Nach dem Check-in schaust Du die Nachrichten auf deinem Smartphon, dem Symbol deiner neuen Zeit, in der scheinbar alles so anders ist als damals, als ich erschaffen wurde.

Du irrst, Gast. Aus den Nachrichten spreche ich weiter zu dir, der Du so beschäftigt bist, und wenn Du wirklich einmal freie Zeit hast, dann packt dich diese diffuse Angst. Ja genau, es gibt auch viel zu verlieren. Das durfte ich in meiner langen Geschichte schon öfter beobachten. Gerade hier in dieser Stadt, die noch voll von stummen Zeugen der letzten großen Katastrophe ist. Das geht dich alles nichts mehr an? Von wegen. Schaue hin. Überall werden “Volksvertreter” gewählt, von denen man später entschuldigend sagen wird, sie hätten die Macht ergriffen. So ein Blödsinn. Als wenn diese Menschen einfach irgendwann da sind, huch, wie konnte das passieren. Dir vergeht allmählich dein abgehobenes Grinsen? Wird auch Zeit!

Womöglich gehst Du nicht mehr wählen. Weil es deiner Meinung nach keine Wahl gibt. Andere sehen das anders. Die Rattenfänger, die Demagogen mit der großen Fresse, die ganz klare und vor allem einfache Antworten auf die Herausforderungen der Zeit haben. Die scharen ihre Anhänger hinter sich, darauf kannst Du dich verlassen. Diese sind zwar zunächst einmal nicht überzeugt von dem Geschrei, fühlen sich aber schlicht allein gelassen seit langem. Dann kommen die mit dem großen Maul und finden Schuldige. Im Lande selbst sind es die politisch Andersdenkenden, aber vor allem die Fremden. Du bist dafür nicht empfänglich, sagst Du? Haha, warte mal ab. Bis dein Arbeitgeber vom nächstbesten Investmentbanker gefressen und zerlegt wird. Du dich auf dem “Amt” wiederfindest, in bester Gesellschaft derer, für die Du heute noch abschätzige Worte findest. Wenn die Worte “Mindestlohn” oder “Exinstenzminimum” auf einmal für dich ganz anders klingen als zuvor. Wenn dich die Arge irgendwohin schiebt, mit dem Versprechen, dir die paar Kohlen auch noch vorzuenthalten, wenn Du nicht gehorchst und gehst.

Auf einmal denkst Du anders, ganz langsam geht das. Irgendwann siehst Du nicht mehr das Leid derer, die hier her kamen, mit nichts als ihr Leben und einer vagen Hoffnung. Du schaust auf diese Menschen jetzt als Konkurrent, weil Du nichts anderes gelernt hast, in deinem System. Das sind sie auch dann, de Fakto, sagst Du? Mag sein, das deine Logik aufgeht, was nicht heißt, das sie stimmt. Sie stehen in scheinbarer Konkurrenz mit Dir, weil niemand ernsthaft etwas dagegen unternommen hat. Weil sich viele Menschen mit den Missständen, die Dein System so mit sich bringt, prächtig arrangiert haben. Sie glauben schlicht den Vertretern des Geldes, das das alles so sein müsse, weil Konkurrenz ja nun einmal das Geschäft belebt und alles irgendwie bezahlbar bleiben soll.

Glaube mir, ich bin lange genug hier, um zu wissen, das sie irren. Sie haben kein Herz, sind aber sehr von sich überzeugt, weil sie nie länger als ein paar Jahre, wenn es hoch kommt, voraus denken. Würden sie doch wenigsten richtig rechnen, diese Krämerseelen. Sie müssten schlicht ihre Zeitspannen, in denen sie denken und planen, vergrößern. Wenn aus 3 Jahren 20 oder dreißig würden, sähe ihre Bilanz anders aus. Dann würde viel mehr Geld in Menschen investiert, damit diese sich zu helfen wüßten und nicht irgendwann aus einem schmutzigen Gebräu von Hoffnungslosigkeit und Wut und Angst heraus Unruhe verbreiten. Unruhe, die dann auch wieder Geld kostet, in letzter Konsequenz. Wie gesagt, von Mitmenschlichkeit und Barmherzigkeit will ich hier gar nicht reden, wenn Du meine Gesichtszüge aufmerksam studierst, verstehst Du mich. Auch mein Erschaffer ist einst gut bezahlt worden.

Noch aber interessiert das niemanden wirklich, was in 20 oder 30 Jahren ist, JETZT die Taschen voll, das zählt. Kinder? Können und müssen für sich selbst sorgen, später. So denken sie, die Kaufleute ohne Herz, die sich leider verrechnen. Prognose gefällig? Schaue einfach mal in ein Geschichtsbuch.

Jetzt schiebe das alles erst einmal weit von Dir, Dir gehst es ja gut, heute. Ich dagegen bleibe hier und schaue weiter zu, wache über das alte Haus. Ja, reiß`ruhig das Fenster auf und lüfte, wenn es Dir gerade hilft. Jedesmal, wenn Du an mir vorbei kommst, wirst Du an meine Worte denken, versprochen!

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27

Es ist jedes Jahr das gleiche, seit 27 Jahren. Der Erzähler lässt sich feiern und im Radio kommt jedes Jahr die gleiche Meldung, an diesem Tag. So wie heute wieder. Vor 27 Jahren erstickte das chinesische Regime Proteste ihrer Bevölkerung gegen Korruption, Machtmissbrauch und Willkür im Keime, indem sie auf ihr eigenes Volk schießen ließ, Panzer in Menschenmengen fahren ließ. Bis heute hat es keine Gerechtigkeit für die vielen Opfer dieses Tages gegeben. In China ist es verboten, über die Ereignisse nur zu sprechen, geschweige denn zu demonstrieren, wenn man von Hongkong mal absieht, wo öffentliche Erinnerung in gewissen Rahmen zumindest geduldet wird.

An dieser Stelle ist es mir ein Bedürfnis, zu betonen, das ich mich für die Doppelmoral der Regierung meines Landes tief schäme, die einerseits keine Skrupel hat, mit dem Land der Schlächter des 4. Juni glänzende Geschäfte zu machen. Andererseits da, wo es Geo-politisch opportun erscheint, einseitiges, lautstarkes Getöse vernehmen lässt, gerade dann, wenn es sich dabei um Russland handelt.

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Gar nicht so leicht, jetzt an dieser Stelle die Kurve zu kriegen, von der Schwere der Geschichte  hin zur Leichtigkeit dieses Tages, für mich persönlich. Multipliziert man 27 mit zwei, ergibt das heute das Lebensalter des Erzählers, der sich an der Stelle freut, dieses so kritische Alter schon verdoppelt haben zu dürfen.

Janis hat das nicht geschafft, ist in den ersten 27 hängen geblieben. Ein Lied von ihr freut die deutsche Krämerseele bis zu heutigen Tag…

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Ostern 2016

Sie irren traumatisiert und paralysiert als Binnenflüchtlinge durch ihr Land. Verdingen sich auf fremden Feldern für karges Brot und ein armseliges Obdach, mit Glück. Es gibt kein Daheim mehr. Aus den Keller-Löchern schauten sie den Tod, der feurig vom Himmel fiel. Sie schauten den Tod derer, die es wagten, die Machthaber zu kritisieren. Schauten das Schicksal derer, die von den Machthabern zum Dienst an der Waffe gepresst wurden. Das Schicksal derer, die es wagten, sich dem zu entziehen. Das Schicksal derer, die verfolgt, verstümmelt oder ermordet wurden, weil sie selbst oder ein Angehöriger nicht in das Menschenbild der Machthaber passten.

Als die Waffen endlich schweigen, führt der Hunger in den Trümmern das Werk des Todes fort. Wer kann, macht sich davon, vom letzten Geld. Sucht sein Glück in Ländern fernab der Trümmerwüste, die einst sein Zuhause war. Ist auf immer fremd und oft auch verhasst, als Angehöriger seines Stammes, von dem so viel Unheil ausging.

Koffer

Syrien 2016.
Wuppertal 1944/1945

Zwei Orte und zwei Zeiten. Es gibt unzählige davon. All das ist mir vertraut als Nachkomme zweier Familien, in denen ausnahmslos alles vertreten war. Täter, Opfer, Helden, Mitläufer, die Risse gingen quer durch die beiden Sippen. Vielleicht darum geht es mir nahe, was derzeit um uns herum geschieht.

Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, 
das habt ihr mir getan.

Es steht uns frei, uns danach zu richten. Für mich habe ich klar, das ich einen Preis zu zahlen habe, sollte ich dieses Elend ausblenden, sollte ich mich weiter in die “Werte” der modernen Zeit flüchten, mir blind die Taschen füllen und sie mir ebenso blind wieder leeren lassen. Der Preis ist meine Menschenwürde.

Frohe Ostern!

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(Bildquelle: Auswanderermuseum Hamburg)

 

Besuch in Düsseldorf

Uns beide, meinen Kumpel und mich, zog es gestern an den Rhein, nebenan nach Düsseldorf. Ein Film-Abend im linken Zentrum-Hinterhof war unser Ziel, Thema Fahrrad fahren sowie die damit verbundene Städte-Entwicklung, positiv wie negativ. Wir beide fahren gern gemeinsam kleinere Tagestouren, wenn Zeit und Wetter passen. Darüber hinaus habe ich das Glück, an der Nordbahntrasse zu wohnen und zu arbeiten, die sich längs durch das Tal der Wupper an den Nordhängen entlang schmiegt. Davon mache ich meistens auch Gebrauch, soweit meine Gesundheit das zulässt, selbst schlechtes Wetter schreckt mich angesichts der Verkehrsverhältnisse hier im Tal nicht ab.

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Die Lokalität – Nomen Est Omen – ein düsterer Hinterhof an der Corneliusstraße in Düsseldorf. Ein wenig versteckt, aber dennoch leicht zu finden. Ein linkes Zentrum eben mit allen, was dazu gehört. Politisches Arrangement ebenso wie gemeinschaftliche Selbsthilfe und Selbstverwaltung, angefangen beim gemeinsamen kochen und essen über praktische Hilfe im Alltag hin zu einer integrierten Fahrradwerkstatt. Mir als immer noch überzeugten Sozialromantiker stehen sie nahe, die Linken, allen kaufmännischen Betrachtungen und Lehren zum Trotze. Hintergrund ist meine Meinung, das es gerade in unseren Land genügend Mittel gibt. Leider sind sie, zurückhaltend formuliert, ein wenig ungleich verteilt.

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Ein langer Tresen, ein riesiger Pott mit Chili Con Carne dampft auf dem Herd. Eine Leinwand hängt an der rohen Ziegelwand, Biertisch-Garnituren laden gemeinschaftlich mit fragwürdigen Polstermöbeln älteren Semesters zum verweilen ein. Wenige Menschen, bunt gemischt, nicht nur jüngere, teils mit Kindern, auch unsere Jahrgänge und älter sind vertreten. Wir besorgen uns Getränke und zwei Mega-Teller Chili mit Brot und lassen uns in zwei sehr bequemen, altehrwürdigen Sesseln nieder, gleich vorne an der Leinwand. Nach einer kurzen, gemeinsamen Betrachtung der Polstermöbel, in denen durchaus Menschen gezeugt und auch verstorben sein könnten, machen wir uns locker und füllen die Mägen mit dem gut gewürzten Chili.

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Jemand besteigt einen Biertisch und installiert einen Beamer unter der Decke und der Filmabend startet. Kleine, künstlerisch wertvolle animierte Filmchen wechseln mit Dokus aus allen Teilen der Erde. Viel ist von bewegten Menschen die Rede, die sich beharrlich, mit viel Geduld und Kraft für ein besseres Leben in ihren Städten einsetzen, abseits vom Autoverkehr mit allen seinen negativen Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen, die ihn ertragen müssen. Erschreckende Zahlenwerke werden vorgestellt, weiß gestrichene Geisterräder, die an getötete Radfahrer erinnern, sind zu sehen. Schlimme Negativ-Beispiele aus Süd-Amerika sind ebenso Thema wie mustergültige urbane Wandlungen hin zum Radverkehr, Amsterdam und Kopenhagen vorneweg.

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Nachdenklich und bewegt machen wir uns spät abends auf dem Heimweg. In meiner Brust schlagen sozusagen zwei Herzen, wenn ich einerseits an das Autoland Deutschland denke, mit seinen historisch gewachsenen Strukturen und immer noch zahlreichen Arbeitsplätzen, die von der Branche abhängen. Andererseits schaue ich ebenso die schlimmen, krank machende Auswüchse in unseren Städten, schaue die allgemeine Rücksichtslosigkeit auf den Straßen und frage mich, wie lange das so, wie wir es kennen, wohl noch gut gehen wird. Es tröstet mich auch nur wenig, das die Auto-Branche in Deutschland gerade dabei ist, sich selbst zu demontieren über den ständigen globalen Vergleich mit den so genannten “Low-Cost-Countries” sowie die permanenten Bestrebungen der Industrie, unsere Lebensverhältnisse den dortigen anzugleichen. Dabei wird völlig außer Acht gelassen, das Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen nie und nimmer neue Autos kaufen werden.

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Was bleibt, ist Dankbarkeit für meine Beweglichkeit und Gesundheit. Dankbarkeit für die Erkenntnis hin zu mehr frischer Luft, weg von vielen sitzen im Auto. Auch ein zunehmendes Gefühl der Freiheit macht sich breit, die Freiheit, mein Leben auch ohne motorisiertes Gefährt organisieren zu können, selbst hier in den Bergen.

2014-10-25 13.10.16

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