Unvergessen

Keine leichte Kost, aber sehr bewegend.

So gesehen letzten Sonntag im Cinema hier im Tal. Wir hatten am Ende beide Tränen in den Augen.

Wer spricht heute noch von den Armeniern… (GröFaZ)

Die Osmanen waren sein Vorbild im Geiste. Das Prinzip des Sündenbockes zwecks Ablenkung vom eigenen Versagen, vom drohenden Untergang und zur Schaffung eines einenden Feindbildes hat er übernommen, verbunden mit preußischen Pflichtbewusstsein, Beamtentum und industriellen Know-how der Zeit. Seit nunmehr fast 70 Jahren erinnert sich eine ganze Nation fassungslos an das Geschehene, spricht von Machtergreifung und verdrängt schlimmstenfalls, das die damaligen Verhältnisse das Resultat von Wahlen (im Verbund mit unsäglichen politischen Ränkespielen) waren. Im Gegensatz zu den Nachfolgern des osmanischen Reiches, die bis heute allenfalls von unvermeidlichen Leid im Zusammenhang mit dem ersten großen Krieg sprechen.

Uneingestandenes schafft Raum zur Wiederholung. Die Gefahr besteht immer und die Zeichen waren auch hierzulande deutlich, in jüngerer Vergangenheit. Unsere so genannte Zivilisation ist nur ein dünnes Mäntelchen über dem Raubtier. Ändern sich die Zeiten und mangelt es irgendwann breiten Mehrheiten am Nötigsten, kommen die Geister der Vergangenheit wieder an`s Licht. Das ist gemeint, wenn Politiker heute von Systemrelevanz sprechen.

Innerer Frieden ist keine Selbstverständlichkeit, vom Individuum bis zum Staat.

~

2 Gedanken zu „Unvergessen

  1. Uschi

    Schade, habe gleich mal nachgesehen, ob er bei uns im Kino läuft,
    aber leider nicht.

    Würde mich auch sehr ansprechen, was ich im Trailer sah und wie du davon berichtest hast.

    Themen, die leider immer weniger zu großen Filmen werden !!!

    Ein lieber Gruß

    Uschi

    Antworten

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>