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Grüße aus Antwerpen

So ausgerichtet musikalisch von Triggerfinger gestern Abend im FZW, nah beim Dortmunder Hauptbahnhof. Schon lange liegen die Karten hier herum, gemeinsam mit zwei Freunden haben wir sie zeitig besorgt, damit es am Ende keine Ausreden a`la müde, erkältet, oder sonst etwas gibt.

Die Vorgruppe, na ja. BIG SUGAR , ein kanadische Reggae- und Bluesrock-Band. Guter Dinge, die fünf, aber schlecht ausgesteuert und ein wenig zäh, dafür hatte ich zumindest warme Füße, eine knappe Stunde später.

Das Publikum. Die üblichen Verdächtigen wirklich allen Alters, was mir ausgesprochen gut gefällt. Kein schwimmen im eigenen Saft der Grauschädel, viel Jungvolk dabei. Alle zusammen ein paar hundert vielleicht, nicht zu groß, die Menge, gut verteilt in dem eher kleinen, überschaubaren Saal.

Dann endlich das belgische Trio, eine der besten Combo`s, die ich kenne. Alle drei mit dem Herzen dabei, Vollblut-Musiker mit richtig guter Laune.  Gitarrero und Sänger Ruben Block mit seiner einzigartigen Stimme, der Trommler Mario Goossens, wie meist im bunt gestreiften Anzug und der Bassmann Paul Van Bruystegem, ein Bassist wie aus dem Bilderbuch, mit Bauch, Spiegelglatze und sonnenbebrillt. Eine Cover-Band, deren Lieder zumindest in meinen Ohren besser klingen als manches Original. Basslastiger Blues-Rock mit eingestreuten Reggae-Elementen, leicht psychedelischen Einlagen, ruhigen, besinnlichen Passagen, die öfter mal abrupt abgelöst werden von gefetzten Knallern, getragen von Ruben Block`s Stimme und Gitarren-Künsten.

Was mir richtig gut gefällt: Sie lassen sich Raum für jeden der drei, präsentieren sich abwechselnd gegenseitig, Gesang- und Gitarren-Passagen, Bass-Soloeinlagen oder ein Trommel-Solo, der Bunt-Gestreifte tobt klatschnass in seiner Schießbude, während die anderen beiden ihn mit dicken Hand-Scheinwerfern in Szene setzen…um dann kurz darauf wieder zusammen zu finden.

Gerne noch einmal – ein gelungener Abend!

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